E-Rosenkranz: Glauben, beten, gewinnen

Das Worldwide Prayer Network des Papstes hat den elektronischen Rosenkranz "Click To Pray eRosary" ins Leben gerufen. Die politischen Parteien sollten sich die Idee zu Nutze machen, findet Bernhard Ecker.

Jederzeit bereit zum Gebet mit dem eRosary am Handgelenk.

Jederzeit bereit zum Gebet mit dem eRosary am Handgelenk.

Ja und Amen! Neuerdings gibt es ein digitales Gadget, das zum Beten animiert und nebenher auch den Fortschritt beim Gebet registriert: den E-Rosenkranz. Es ist eine Art Schrittzähler für Gläubige und solche, die es noch werden wollen, kostet 99 Euro und wurde vom weltweiten Gebetsnetzwerk des Papstes gelauncht. (erosary.clicktoprayerosary.org)

Himmel, hilf! Mit Smartphone-App hat der eRosary den direkten Anschluss in die göttliche Cloud.

Himmel, hilf! Mit Smartphone-App hat der eRosary den direkten Anschluss in die göttliche Cloud.

Doch warum gibt es solche Optimierungstools nicht auch für politische Parteien, um ihre oft ungläubig gewordenen Anhängerschaften zu remobilisieren? Bei der FPÖ böte sich etwa ein Weltuntergangsrosenkranz an, der in ihrem Fall natürlich eine türkis-grüne Koalition zum Inhalt hat. Digitaler Vorbeter: Norbert Hofer.

Die Sozialdemokratie könnte an Orientierung gewinnen, indem ein E-Tracker am Handgelenk jedes SPÖ-Mitglieds immer dann Bonuspunkte verteilt, wenn die Richtung stimmt - die natürlich von der Parteizentrale vorher definiert worden ist.

Fans der Grünen müssten zumindest stündlich Glaubenssätze zum Klimaschutz, jene der Neos solche zur ultraliberalen Marktwirtschaft murmeln, damit das Gerät nicht aufmuckt.

Und die ÖVP könnte die parteiinternen Skeptiker einer Koalition mit den Grünen mit einer App ausstatten, die den Harmonie-Score nach oben schnellen lässt, sobald sie die Worte "Ökosoziale Marktwirtschaft" in den Mund nehmen.

Click To Pray eRosary - der elektronische Rosenkranz mit dem päpstlichen Segen

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