Bernhard Ecker: Mitmachen ohne Meckern

Bernhard Ecker: Mitmachen ohne Meckern

Bernhard Ecker

Bernhard Ecker ist sich schon drei Wochen vor der Wahl sicher, wer die besten Köpfe für die künftige Regierung sind.

Von wegen Qual der Wahl! Der Wahlkampf ist derart inspirierend, dass wir schon jetzt mühelos das Dreamteam für die nächste Regierung nominieren können. Peter Pilz sollte – unabhängig davon, ob seine Liste ins Parlament einzieht – Entbürokratisierungsbeauftragter der Republik werden.

Wer vorlebt, dass es kein Programm braucht, sondern nur Persönlichkeiten, kann dem Staat sicher Hunderte Studien und mühsame Abstimmungszeit ersparen.

Zumindest Ministerämter verdient haben sich jene noch anonymen Aufklärer, die ausgewählten Medien Strategiepapiere über Scripts für Sudelvideos und Machtübernahme-Masterpläne der jeweils anderen Seite zugespielt haben.

Ihre Fähigkeit, zu konterkarieren, könnte in Zukunft extrem nützlich sein, um jedwede Verwaltungs-, Gesundheits- und Pensionsreform zu hintertreiben.

Denn Hand aufs Herz: Wer glaubt schon, dass solch große Reformvorhaben, die den alteingesessenen Lobbys wirklich weh tun, mehr sein sollten als Wahlversprechen?

Besonders positiv aufgefallen ist zuletzt auch jene Ziege, die sich von ÖVP-Chef Sebastian Kurz das Goderl kratzen und dabei von einer „Krone“-Fotografin ablichten ließ, ohne zu meckern. Wir werden sie als Staatssekretärin im neu zu schaffenden Ministerium fürs Mitmachen vorschlagen.


Der Kommentar ist im trend 38/2017 erschienen

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