Bernhard Ecker: Make war, not love!

Bernhard Ecker: Make war, not love!

Bernhard Ecker

Bernhard Ecker über den ersten rhetorischen Vorgeschmack auf Handelskriege mitten in Europa.

Den Namen von Sir Gerald Howarth, Abgeordnetem der britischen Konservativen, wird man sich nicht merken müssen. Seinen Schlachtruf in Richtung der deutschen Kanzlerin sehr wohl. "Die deutsche Wirtschaft wird nicht applaudieren, wenn wir keine BMWs mehr kaufen", droht Howarth über Twitter kaum verhohlen mit einem Boykott deutscher Erzeugnisse.

Und stellt "Frau Merkel" vor eine Hop-oder-drop-Wahl: "Freihandel oder Handelskrieg". Nun ist es wenig überraschend, dass im Vorfeld der offi ziellen Brexit-Verhandlungen lautstark Positionen bezogen werden: Während die Tories von Premierministerin Theresa May die Personenfreizügigkeit einschränken und lediglich den freien Zugang zum Binnenmarkt erhalten wollen, verweigern Kommissionspräsident Juncker, Merkel &Co. kategorisch ein solches "Europa à la carte".

Doch die Stammtisch-Tirade des Sirs, eines früheren Schatten-Verteidigungsministers, gibt einen Vorgeschmack darauf, welche rauen Töne zwischen Insel und Kontinent in den nächsten Monaten gespuckt werden -unter Diplomaten war bis vor Kurzem eine solche Handelskriegs-Rhetorik unvorstellbar. Egal, was da noch kommen mag: Aus der viel zitierten feinen englischen Art wird definitiv kein Exportschlager mehr.

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