Bernhard Ecker: Kopieren, einmal andersrum

Bernhard Ecker: Kopieren, einmal andersrum

Bernhard Ecker

Originale der Zukunft - Bernhard Ecker macht Vorschläge, was sich Österreich von China abschauen könnte.

Angeblich wünschen sich die Wiener Stadtverantwortlichen ja nichts sehnlicher, als dass die Chinesen endlich auch einmal den Stephansdom nachbauen - die touristische Wirkung solch fernöstlichen Kopistentums ist, siehe Hallstatt, längst erwiesen.

Dass nun, wie soeben bekannt wurde, eine Kombination aus Goldenem Dachl und Festung Hohensalzburg das nächste Angriffsziel der Nachmacher aus Fernost ist, tut dem Hauptstadtherz deshalb besonders weh. Statt aber in Selbstmitleid zu versinken, sollten die Wiener den Spieß umkehren und selbst von dort abkupfern, wo derzeit die Originale der Zukunft entstehen: in China.

In Sachen Bau- und Projektmanagement ist etwa der neue Shanghai Tower (Bild rechts) durchaus nachahmenswert. Acht Jahre Bauzeit für den 632 Meter hohen Wolkenkratzer nehmen sich in Relation zu vier Jahren für die Renovierung des Wiener Stadthallenbades beeindruckend kurz aus.

Rund 10.000 Euro für eine Autozulassung in manchen Großstädten sind ein, nun ja, unorthodoxes Mittel zur Lösung des Verkehrsproblems - aber ziemlich effektiv. Und beim Tempo, mit dem im gigantischen Städtenetzwerk des Perlflußdeltas in den letzten Jahren Hunderte Fahrradweg-Kilometer aus dem Boden gestampft wurden, wird sogar der Wiener Fahrradbeauftragte blass. Also: kopieren!

Standpunkte

Föderalismus: Unentschieden im Ländermatch

Kommentar
Christoph Kotanko, Korrespondent der Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) in Wien

Standpunkte

Koalition mit der FPÖ: Gelegenheit und Gefahr zugleich

Kommentar

Standpunkte

Alon Shklarek: Die Eskalation in Katalonien