Barbara Steininger:
Damen haben die Wahl

Barbara Steininger:
Damen haben die Wahl

Barbara Steininger

Über die entscheidenden Momente im Berufsleben.

"Sie können sich nicht vorstellen, wie viele Männer an meine Tür geklopft und mir erzählt haben was für tolle Kerle sie nicht sind und was ich nicht alles für sie tun müsse."

Nein, das ist kein Zitat von Angelina Jolie. Es geht auch nicht um Schlafzimmer-, sondern um Bürotüren. Diesen Spruch hat eine deutsche Vorstandsdirektorin getätigt, die über die Jahre wahnsinnig viele tolle Jobs zu vergeben hatte und bedauerte, dass ihre weiblichen Mitarbeiter nie auf die Idee gekommen waren, in Sachen eigene Beförderung anzuklopfen. Die musste sie schon aktiv ansprechen, denn die waren im Kopf nämlich hochkonzentriert bei der Arbeit.

Was die Topfrauen eint, ist, dass sie ihren natürlichen weiblichen Perfektionsanspruch im entscheidenden Moment hintan stellten und in den Männer-Modus gingen, ohne ihre Weiblichkeit abzulegen. Dass sie mit Mut und Risikobereitschaft sehenden Auges in die neuen Herausforderungen und (ja, natürlich) Mehrbelastungen gingen.

Das Beste: Keine von ihnen ist zurückgetreten, keine hat versagt, eine von ihnen wurde sogar zum dritten Mal in ihrer Nummer-eins-Position verlängert.

Wenn man das Glück und die Begeisterung in ihren Gesichtern sieht, wenn sie berichten, wie viel Spaß ihnen das macht, was sie tun, kann man allen anderen, die noch nicht am richtigen Platz sind, nur zurufen: Damen, ihr habt die Wahl, im passenden Moment an die Tür zu klopfen und zu sagen: "Hier bin ich. Sie haben keine bessere Wahl."

Lesen sie auch die Cover-Story im trend 38/216 vom 23. September 2016:
FRAUEN MACHT KARRIERE - Warum das immer noch nicht zusammenpasst
mit der EXKLUSIV-STUDIE: Wollen Frauen wirklich führen?

Kommentar
Peter Schentler, Principal Horváth & Partners Österreich

Management Commentary

Warum niedrige Zinsen für CFOs kein Thema mehr sind

Kommentar

Standpunkte

"Abschottung bedeutet Verzicht auf wichtige Netzwerke"

Kommentar

Standpunkte

Arbeitsmarkt: ein Berg voller Herausforderungen