Ungereimtheiten um Martin Graf in der Stiftungs-Causa Meschar

Schwere Geschütze werden jetzt gegen den früheren Vorstand der Gertrud-Meschar-Privatstiftung, den dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf, aufgefahren. Neben den Ermittlungen wegen schweren Betrugs liegen FORMAT nun auch peinliche Details aus den Jahresabschlüssen der Stiftung vor.

Ungereimtheiten um Martin Graf in der Stiftungs-Causa Meschar

So besteht der Verdacht, dass Belege doppelt vorgelegt und nachträglich ausgetauscht wurden. Weiters soll beispielsweise aus dem Stiftungsvermögen Büromaterial (Stempel) gekauft worden sein, die tatsächliche Anschaffung bleibt aber offen. Im Jahresabschluss von 2006 finden sich zwei Versionen der Buchhaltung, wobei in einer 4.300 Euro für Fachliteratur und Zeitungen angeführt werden. Die andere Version verbucht diese Summe als „sonstige Beratung“.

Büromaterial im Wert von 3.265,40 Euro scheint in der Zweitversion als Rechtsberatung auf. Der von der Stiftungsgründerin Gertrud Meschar beauftragte Rechtsanwalt Georg Zanger zweifelt daher die ordnungsgemäße Buchprüfung an und leitet rechtliche Schritte gegen den damaligen Stiftungsprüfer ein, der zudem ein Naheverhältnis zu FPÖ-Rechtsausleger Martin Graf haben soll.

Pflanzenhecke usw.

Aufklärungswürdig ist die Verrechnung eines Rückschnitts einer Pflanzenhecke aus dem Jahr 2007 mit Kosten von 400 Euro. In den Vorjahren dauerte die Gärtnerarbeit im Haus an der Alten Donau laut Gertrud Meschar etwa drei Stunden. In der Rechnung 2007 scheint allerdings ein Arbeitszeitraum von zwei Tagen auf. Dass zur selben Zeit beim nahe wohnenden Graf ebenfalls eine Hecke geschnitten sein sollte, konnte FORMAT nicht verifizieren. Graf nimmt nämlich zu Stiftungsdetails keine Stellung mehr und lässt über seinen Anwalt Tassilo Wallentin ausrichten: „Alles wurde mehrfach geprüft. Durch ein neues Gutachten wurde alles ausgeräumt.“

Meschar-Vertraute hegen den Verdacht, dass mit dem Stiftungsvermögen so umgegangen wurde, als wäre die Stifterin bereits gestorben und das Vermögen im Eigentum des Vorstandes. Meschar: „Glauben Sie wirklich, ich wollte Herrn Graf als Erben einsetzen?“ Und die betagte Dame setzt beherzt nach: „Ich möchte, dass die Stiftung aufgelöst wird und ich mein Vermögen zurückbekomme!“ Für Noch-Nationalratspräsident Martin Graf und sämtliche anderen Beteiligten gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Zumindest ließ es sich Stiftungs-Mastermind Graf auf Stiftungskosten im Restaurant Plachutta mit Camparis gut gehen.

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