Korruptionsverdacht: bwin-Belohnung für Karin Gastinger

Der früheren BZÖ-Justizministerin Karin Gastinger steht ein sehr ungemütlicher Herbst bevor. Neben den aktuellen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Graz wegen des Vorwurfs der illegalen Parteinfinanzierung und unrechtmäßiger Preisabsprachen hat sie auch bezüglich ihrer Consultingtätigkeit für das Glücksspielunternehmen bwin einigen Erklärungsbedarf.

Korruptionsverdacht: bwin-Belohnung für Karin Gastinger

Zur Erinnerung: Im Jahr 2006 wurden die beiden bwin-Zocker-Bosse Manfred Bodner und Norbert Teufelberger in Nizza wegen des Verdachts auf illegales Glücksspiel inhaftiert. Um den höchst unerfreulichen Knastaufenthalt der bwin-Chefs zu verkürzen, wurde von österreichischen (Ex-)Politikern heftig in Frankreich interveniert.

Im bwin-Topmanagement ist es ein offenes Geheimnis, dass sich vor allem die damalige Justizministerin Gastinger dabei Verdienste erworben haben muss. Immerhin konnten Bodner und Teufelberger schon nach vier Tagen gegen Kaution wieder aus dem französischen Gefängnis spazieren. Als eine Art Dankeschön durfte Gastinger dann nach ihrem Rückzug aus der Politik das Wettunternehmen beraten.

Ein früherer Spitzenmanager von bwin bestätigt dies und sagt: „Was sie inhaltlich genau gemacht hat, weiß ich nicht.“ Bemerkenswert: Gastingers späterer Arbeitgeber Helmut Kern von der Agentur Beyond Consulting sitzt bei bwin im Aufsichtsrat. Karin Gastinger selbst will gegenüber FORMAT mit dem Hinweis auf Verschwiegenheitspflichten gegenüber ihren Klienten nicht Stellung nehmen.

Auch bwin reagierte offiziell nicht auf eine Anfrage von FORMAT. Ebenfalls bemerkenswert: Gastinger ist jetzt beim internationalen Beratungsriesen Pricewaterhouse-Coopers (PWC) beschäftigt und dort für das Trend-Thema Compliance (interne Kontrolle in Unternehmen) zuständig. Besonders auslastend dürfte ihre Tätigkeit aber nicht sein – immerhin war sie wochenlang nicht in ihrem PWC-Büro anwesend. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Durch die "Anstaltslösung" muss der österreichische Staat auch für alle Haftungen aus dem Bundesland Kärnten aufkommen. Die Staatsschulden und Risiken für den Bund steigen dadurch unmittelbar.
#Hypo
 

Hypo als milliardenschwere Bürde: Der Staat Österreich wird zum Bad Banker

Die Republik Österreich muss bei der Krisenbank Hypo Alpe Adria jenen Weg …

Der Staatsanwalt wühlt sich durch Dokumente aus Liechtenstein. Die FORMAT vorliegenden Kontounterlagen, Polizeiberichte und Treuhandverträge belasten Karl-Heinz Grasser.
#grasser #buwog
 

FORMAT-Leaks: Die geheimen Grasser-Verträge

Brisante Treuhandverträge aus Liechtenstein belasten Karl-Heinz Grasser. …

Neues Privatgutachten zum Risikoverhalten der MEL vorgestellt. Meinl-Anwalt: "Natürlich haben wir eine Klassenjustiz".
#Meinl Bank
 

Meinl Bank: Bisherige Gerichtskosten höher als Ausgaben für Anlegervergleiche

Knapp 32 Millionen Euro zahlte die Meinl Bank bisher im Rahmen von …

Der Sachverständige zeigt im Buwog-Gutachten die Beteiligung von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Walter Meischberger und Ernst Plech auf.
#Grasser #Buwog
 

Grasser und das Buwog-Gutachten: Täuschung durch unwahre Angaben

Der Sachverständige in der Affäre Buwog hat seine Arbeit im Jänner beim …