Karl-Heinz Grasser weiterhin gut bei Kassa

Die andauernden Ermittlungen der Justizbehörden würden seine Geschäfte massiv behindern, klagt der frühere Finanzminister Karl-Heinz Grasser oft. Aus der Bilanz seiner Valuecreation, die dieser Tage im Firmenbuch veröffentlicht wurde, lässt sich das nicht ableiten.

Karl-Heinz Grasser weiterhin gut bei Kassa

Die kleine Gesellschaft, die in der zum Verkauf stehenden Grasser-Wohnung in der Wiener Babenbergerstraße ihren Sitz hat, weist für 2011 einen Bilanzgewinn von 499.346,29 Euro aus. Davon seien 155.187,07 Euro Gewinnvortrag. Im Jahr davor lag der Bilanzgewinn des Unternehmens, das nur einen Mitarbeiter hat – Grasser selbst – etwas höher: bei 555.000 Euro.

Beim Vergleich der Bilanzen ist vor allem eines auffällig: Die Finanzanlagen sind 2011 deutlich zurückgefahren worden, auch die „Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände“ wurden reduziert. Dafür stieg der Posten „Kassa bestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten“ von 59.000 auf knapp 325.000 Euro.

Grasser wird Untreue, Bestechlichkeit und Abgabenhinterziehung vorgeworfen, es gilt die Unschuldsvermutung. Zumindest in einem Bereich dürfte die Justiz Grassers Geschäfte künftig nicht mehr behindern: Denn die Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung sind beinahe abgeschlossen, der Endbericht der Finanzstrafbehörde könnte in den kommenden Wochen bereits vorgelegt werden. Bis Februar 2013, so heißt es, sollte die erste KHG-Anklageschrift fertig sein.

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