"Es ist ein Skandal, dass man Mandate kaufen kann"

Es sei "ein Skandal, dass man Mandate kaufen kann", sprach er in einer Pressekonferenz von ihm zu Ohren gekommenen Angeboten von 15.000 Euro brutto monatlich. Ihm selbst habe der Milliardär 500.000 Euro angeboten, aber "da hat sich Stronach seinen letzten Zahn ausgebissen".

"Es ist ein Skandal, dass man Mandate kaufen kann"

Von angeblichem Mandatskauf - den Stronach und die bisher gewonnenen Mitstreiter immer in Abrede stellten - habe er von allen möglichen Seiten gehört, von wem, würde er erst vor Gericht sagen. Eine Anzeige plant Bucher offenbar nicht. "Mir ist das völlig egal, die Polit-Söldner müssen das selbst verantworten", meinte er nur.

"Anstand und Charakter kann man nicht kaufen - nur Mandatare, die diese Attribute nicht haben", sagte der BZÖ-Chef. Stronach versuche, "die, die im Ausgedinge sind, einzufangen, damit er sich das Stimmensammeln erspart". Bucher zeigte sich überzeugt, dass außer Kaufmann-Bruckberger niemand mehr vom BZÖ zu Stronach wechselt.

Bucher erlag nicht

Als erstes habe er es bei ihm versucht, aber er habe Stronach gesagt, "dass ich meine BZÖ-Familie nicht verlasse". Dass sich der Milliardär offenbar besonders intensiv um die Orangen bemüht, liege wohl daran, dass ihm das BZÖ-Programm so gefalle, meinte Bucher. Denn Stronach habe ihm gesagt, er sei "ein glühender Anhänger meiner Politik". Der BZÖ-Chef unterstrich, dass es sich um den ersten Übertritt vom BZÖ zu Stronach handelt. Denn Erich Tadler und Robert Lugar habe er schon früher "vor die Tür gesetzt" gehabt.

Jedenfalls zeige sich am Beispiel Stronach, "was für ein korruptes Politsystem wir in Österreich haben" und "wie Menschen, die über Milliarden verfügen, diese Demokratie aushebeln können". Dem müsse man "einen Riegel vorschieben", sonst werde die Demokratie in zehn Jahren nicht mehr vom Volk, sondern von denen gelenkt, die "Macht, Einfluss und Geld haben".

Kaufmann-Bruckberger hat ihren bisherigen Parteiobmann nicht von ihrem Abgang informiert: Das BZÖ habe zwei Tage lang erfolglos versucht, die Abgeordnete zu erreichen, berichtete Bucher. Einen Fehler bei sich sieht er nicht. Er habe ja nicht die Liste für die letzte Nationalratswahl erstellt, über die Kaufmann nach dem Wechsel Ewald Stadlers in die EU das Mandat zustand.

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