Causa Hypo NÖ: Razzia in Ferienwohnungen

Causa Hypo NÖ: Razzia in Ferienwohnungen

In die Cause Hypo Niederösterreich sind prominente Nabmen verwickelt: Auch Ex-Bank-Austria-Chef Karl Samstag ist auf der Liste der Verdächtigen.

Wie aus der zwölfseitigen Anordnung zur am Dienstag stattgefundenen Hausdurchsuchung hervorgeht, die FORMAT vorliegt, wurden die rund 100 Ermittler nicht nur an sechs Hypo-Bankadressen vorstellig. Auch die Ferienwohnungen einiger Hypo-Manager wurden durchsucht: Eine Wohnung von Hypo-Chef Peter Harold am Attersee fand sich ebenso auf der Liste wie das Haus des Ex-Treasurers der Bank in Altaussee.

Auch Ex-Aufsichtsratschef Herbert Fichta wurde an zwei Adressen von Ermittlern heimgesucht. Die rund 100 Kriminalisten sollten den gesamten E-Mail-Verkehr von insgesamt 30 namentlich genannten Hypo- Leuten seit Juli 2007 auf verdächtige Konversation durchforsten.

"Augustus"-Engagement im Fadenkreuz

Wie berichtet, ermittelt die Korruptionsstaatsanwaltschaft bei der Hypo gegen zahlreiche Manager und Ex-Manager wegen des Verdachts der Untreue und der Bilanzfälschung.

Wie aus der Anordnung hervorgeht, ist der Kreis der Verdächtigen aber weit größer als bisher bekannt: Auch Ex-Aufsichtsrat Karl Samstag – er war von Mitte 2007 bis September 2008 im Kontrollgremium – und der noch immer amtierende Aufsichtsratsvorsitzende Burkhard Hofer finden sich auf der illustren Liste. Sie sollen das „Augustus“-Engagement des Vorstands abgenickt haben, lautet der Vorwurf. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

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