BAWAG-Skandal: ÖGB kämpft um 300 Millionen Euro

Im unendlichen Prozess-Reigen um die angeblich in der Karibik versenkten Spekulations-Gelder der Bawag, gibt es eine neue Wendung. Der ÖGB hat nach sechs Jahren nun ein weiteres Verfahren gegen seinen früheren Präsidenten Fritz Verzetnitsch und Ex-Bawag-Boss Helmut Elsner erreicht, um Schadenersatz von rund 300 Millionen Euro zu erlangen.

BAWAG-Skandal: ÖGB kämpft um 300 Millionen Euro

Grund des Begehrens sind die sogenannten „Unibonds-Verlustgeschäfte“, die im Zuge des Radikalumbaus der Bawag vom damaligen Eigentümer ÖGB unter Verzetnitsch unrichtig verbucht worden sein sollen.

Während der Ex-Präsident der Causa mit Gelassenheit begegnet, schießt Elsners Anwalt aus allen Rohren gegen die Gewerkschaft. Hauptargument Elsners ist, dass die Unibonds zum angeblichen Verlustzeitpunkt werthaltig gewesen seien und daher gar kein Schaden eingetreten sei. Elsner erhebt sogar den Vorwurf des Prozessbetruges, da seiner Meinung nach der ÖGB von dieser Werthaltigkeit gewusst habe. Er legte dem Gericht zudem Unterlagen über drei Konten des Bawag-Spekulationspartners Wolfgang Flöttl bei der Deutschen Bank und Credit Suisse vor. Aus diesen sei ersichtlich, dass dort ausreichend Vermögen vorhanden sei.

In die Schusslinie der Justiz ist auch Elsners früherer Vorstandskollege Peter Nakowitz geraten. Seine teilbedingte Strafe wurde vom Oberlandesgericht Wien jetzt in eine unbedingte dreijährige Haftstrafe umgewandelt. Nakowitz wohnte dem ÖGB-Prozess am Mittwoch bei, allerdings in ungewöhnlich legerer Kleidung – offenbar bereits in konkreter Vorbereitung auf seinen bevorstehenden Gefängnisaufenthalt.

Helmut Elsner selbst weilt mit angeschlagener Gesundheit noch immer zur Kur im deutschen Bad Reichenhall. Ein Erscheinen von ihm vor Gericht ist unwahrscheinlich, obwohl ihm Richterin Kerstin Just androht, dass er im Falle des Fernbleibens überhaupt nicht mehr aussagen dürfe.

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