Wie funktioniert das neue Kurzarbeitsmodell?

Für Unternehmer, die möglichst viele Mitarbeiter behalten wollen: das neue Kurzarbeitsmodell.

Wie funktioniert das neue Kurzarbeitsmodell?

Fix ist: die „Corona-Kurzarbeit“ ist deutlich attraktiver als ihre Vorgängerin.

Dennoch erreichen den trend derzeit viele Hilferufe von Unternehmern, die von einem Bürokratiemonster sprechen und insbesondere kritisieren, dass die Kurzarbeit-Unterstützungsanträge vorfinanziert werden müssen – retourniert wird das Geld dann binnen einer 90-Tages-Frist. Das kann die Liquidität ordentlich strapazieren.

Zuletzt sind aber große Unternehmen wie die Strabag von Kündigung auf Kurzarbeit umgeschwenkt. Die neuen Bestimmungen treten rückwirkend mit 1. März in Kraft. Im Unterschied zur Kurzarbeit, die in der Finanzkrise 2008/2009 zur Anwendung kam, kann die Arbeitsauslastung nun auch auf null Prozent sinken; durchgerechnet über den Zeitraum der Kurzarbeit kann die Arbeitszeit jedoch auf nicht weniger als zehn Prozent herabgesetzt werden.

Bestimmungen im Detail

De facto muss in der „Corona-Kurzarbeit“ nun nur noch die geleistete Arbeit bezahlt werden. Auch Lehrlinge und angestellte Geschäftsführer sind mit einbezogen. Bei Lehrlingen beträgt die Nettoersatzquote sogar 100 Prozent, bei sonstigen Bruttoentgelten unter 1.700 Euro sind es 90 Prozent, zwischen 1.700 Euro und 2.685 Euro sind es 85 Prozent. Bei Bruttoentgelten über 2.685 Euro sind es 80 Prozent. Gedeckelt wird bei Einkommen über 5.370 Euro.

Im Endeffekt werden aus 38,5 Stunden in der Woche 3,85 Stunden oder 50 Stunden in drei Monaten. Und die können auch erst am Ende der drei Monate konsumiert werden, etwa wenn es darum geht, den Betrieb wieder hochzufahren.

Dauert die Krise sechs Monate, kann noch einmal verlängert werden – dann wären das 100 Stunden, die man in den letzten drei Wochen abrufen kann. Das heißt im Klartext, dass das Unternehmen nur 10 Prozent der normalen Lohnkosten zahlen muss – das muss allerdings vorgestreckt werden, siehe oben.

Krankheit und Fristen

Eine Regelung wurde nun auch für den Krankenstandsfall erzielt. Üblicherweise unterbricht ein Krankenstand die Kurzarbeit, der Arbeitgeber muss dann die Lohnkosten wieder übernehmen. Nun springt auch hier das AMS ein: Gibt es im Unternehmen Kurzarbeit und wird die Arbeitszeit etwa von 40 auf zehn Stunden reduziert, dann werden drei Viertel des Krankenstands vom AMS getragen.

Die Frist für die Beantragung wurde von sechs Wochen auf 48 Stunden reduziert.

Wer keinen Betriebsrat im Unternehmen hat, muss die Vereinbarung mit den Mitarbeitern einzeln treffen. Bevor die Kurzarbeit angetreten wird, müssen die Unternehmen „ernstes Bemühen“ um den Abbau von Alturlaub und Zeitguthaben nachweisen – eine Verpflichtung ist das nicht.

Kontakt- und Antragsstelle

Kontaktstelle für die Kurzarbeit ist die jeweils regional zuständige AMS-Geschäftsstelle.


Beihilfe berechnen

Das AMS hat auch einen nützlichen Rechner kreiert, um die mögliche Kurzarbeitsbeihilfe zu berechnen:

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