ÖGVS-Test : Schutzschirm für Hab und Gut

ÖGVS-Test : Schutzschirm für Hab und Gut

Die Assekuranz HDI gewinnt den ÖGVS-Test zu Eigenheimversicherungen. Bei den Prämien für die Versicherung von Hab und Gut können Kunden ein großes Einsparpotenzial heben.

In Österreich besteht keine Versicherungspflicht für Gebäude. Dennoch sind Eigenheimbesitzer gut beraten, sich gegen teils sehr große finanzielle Schäden, die als Folge von Unwettern, Feuer, einem Rohrbruch oder Einbruchdiebstahl drohen, abzusichern. Welche Assekuranzen die besten Eigenheimpolizzen, die für gewöhnlich auch eine Haushaltsversicherung und eine Haftpflichtdeckung enthalten, offerieren, hat die Gesellschaft für Verbraucherstudien ÖGVS im Zuge der "Studie Eigenheimversicherer 2020" analysiert.

ÖGVS verglich die Angebote von 15 Versicherungen. Im Gesamtergebnis sind Tarife von Eigenheimversicherungen, die auf Basis von drei Musterfällen verglichen wurden, mit 60 Prozent gewichtet. Aspekte zu Transparenz und Komfort wie die klare Ersichtlichkeit von Versicherungs- und Vertragsbedingungen sowie die Nutzerfreundlichkeit der Website der Assekuranzen gehen zu 20 Prozent in das Testurteil ein. Ebenso mit 20 Prozent ist die Qualität des Kundendienstes berücksichtigt.

Bei den Jahresprämien besteht laut ÖGVS großes Einsparpotenzial. So verrechnet etwa die HDI Versicherung beim Musterfall eines Einfamilienhauses in Sankt Pölten 282 Euro im Jahr. Beim teuersten Anbieter beträgt die Jahresprämie 570 Euro. Bei einem in Graz liegenden Haus ist die Jahresprämie mit 361 Euro bei der Oberösterreichischen Versicherung am günstigsten. Der teuerste Anbieter stellt mit 1.018 Euro das 2,8-Fache in Rechnung.

Auch beim Musterfall eines Hauses in Innsbruck zeigt sich bei der Jahresprämie eine große Lücke. Die Bandbreite reicht von 253 Euro beim Bestbieter bis zu 770 Euro bei der teuersten Polizze. ÖGVS-Projektleiterin Anja Wiedom: "Die Höhe des Einsparpotenzials bei der Prämie ist nahezu unabhängig von Region und Größe der Wohnfläche. Wer sich für einen neuen, günstigeren Tarif entscheidet, soll auch beachten, welche Leistungen damit verbunden sind. Die günstigen Tarife schneiden oft schlechter ab."

So unterscheiden sich die Tarife etwa bei den Deckungssummen für die Eigenheim-,Haushalts- und Haftpflichtversicherung. Auch die Höchstbeträge, zu denen Schmuck und Bargeld versichert sind, variieren. Zudem fehlt in einigen Tarifen die Absicherung von Solar-und Photovoltaikanlagen oder auch die Erstattung von Hangsicherungskosten nach einem Erdrutsch. Die HDI erfüllt die Kriterien am besten und wird Testsieger. Auf den Plätzen folgen VAV und Nürnberger Versicherung, bei der Garanta bei Eigenheimpolizzen als Versicherungsgeber dient.

Die HDI punktet mit den besten Tarifen und einem sehr guten Kundendienst. Die VAV zeigt sehr gute Leistungen bei Tarifen sowie bei Transparenz und Komfort der Website. Die Nürnberger Versicherung überzeugt mit dem besten Kundendienst.

In der Kategorie Transparenz und Komfort wurde überprüft, ob und, wenn ja, wie übersichtlich die zentralen Versicherungsbedingungen sowie die Prämien auf den Websites der Versicherer aufgeführt sind. Bei allen Anbietern sind die wichtigsten Leistungen auf der Website abrufbar. Allerdings fehlt bei einigen Assekuranzen eine Angabe der Haftpflichtdeckungssummen und eine Verlinkung zu den detaillierten Versicherungsbedingungen.

Einen Onlinerechner zur Prämienermittlung offerieren nur sieben der fünfzehn Unternehmen. Laut ÖGVS ist Zurich Connect bei Transparenz und Komfort derzeit führend.

Die Kontaktmöglichkeiten lassen bei den getesteten Versicherern kaum Wünsche offen. Alle Anbieter offerieren eine telefonische Hotline, ein Kontaktformular oder eine E-Mail-Adresse. ÖGVS-Projektleiterin Wiedom: "Der telefonische Kundendienst präsentiert sich in mittelmäßiger Verfassung. Mängel zeigen sich bei der Kompetenz der Mitarbeiter." Den besten Kundendienst erfuhren die Tester bei der Nürnberger Versicherung. Auch die Mitarbeiter der HDI und der Niederösterreichischen Versicherung konnten überzeugen.


Die Test-Ergebnisse sind gegen 1.490 Euro Schutzgebühr zuzüglich USt. unter info <AT> qualitätstest.at erhältlich.



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