ÖGVS-Test: Österreichs beste Unfallversicherer

Die Kärntner Landesversicherung gewinnt den ÖGVS-Test zu Unfallversicherungen. Bei den Prämien ist das Einsparpotenzial groß.

Thema: Qualitätstest: Österreichs beste Dienstleister
ÖGVS-Test: Österreichs beste Unfallversicherer

Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit gingen 2019 rund drei Viertel aller in Österreich registrierten Verletzungen auf den Privatbereich zurück. Gleichzeitig hat nur etwa jeder zweite Österreicher eine private Unfallversicherung abgeschlossen, die vor finanziellen Schäden infolge von Unfällen in der Freizeit, im Haushalt oder beim Sport schützt. Je nach Schweregrad der Verletzung können die Belastungen etwa durch Verdienstausfälle oder teure, aber notwendige Umbauten an Haus oder Wohnung teils sehr hoch ausfallen.

Wer das finanzielle Risiko abfedern will, sollte eine private Unfallversicherung abschließen. Welche Assekuranzen dabei die besten Angebote offerieren, hat die Gesellschaft für Verbraucherstudien ÖGVS analysiert.

ÖGVS hat die Leistungen von 13 in Österreich aktiven Versicherungen überprüft. Im Gesamtergebnis des Tests sind die Jahresprämien und damit verbundenen Leistungen mit 60 Prozent gewichtet. Aspekte zu Transparenz und Komfort sind mit 20 Prozent berücksichtigt. Ebenso mit 20 Prozent geht die Kundendienstqualität in das Testurteil ein.

Die Kärntner Landesversicherung erfüllt die Kriterien am besten und wird, gefolgt von Wüstenrot und VAV, Testsieger. Sie überzeugt bei Tarifen und Kundendienst. Wüstenrot punktet mit den insgesamt besten Tarifen, die drittplatzierte VAV zeigt gute Leistungen bei Tarifen sowie hohe Transparenz und hohen Komfort bei der Websitenutzung. Bei privaten Unfallversicherungen steht meist eine Einmalleistung im Vordergrund, deren Höhe sich nach dem durch einen Unfall verursachten Invaliditätsgrad richtet.

"Mittels Anbieterwechsel kann die Prämie im Jahr um mehr als 60 Prozent reduziert werden."

Anja Wiedom
ÖGVS

Durch Zusatzbausteine sind meist auch die Vereinbarung einer monatlichen Unfallrente, die Deckung von Bergungs- und Rettungskosten, die Zahlung nötiger kosmetischer Operationen oder die Erstattung von Reha-Kosten möglich. ÖGVS-Projektleiterin Anja Wiedom: "Wegen der vielen Optionen gibt es meist keine festgeschriebenen Tarifvarianten. Es wird je nach Bedürfnis ein individuelles Paket geschnürt."

Daher erfolgte die Tarifbewertung über zwei Musterfälle (siehe Tabelle, u.). Die für die Kundenprofile ermittelten Prämien wurden in Relation zu den Tarifleistungen für unterschiedliche Invaliditätsgrade, erstattete Unfallkosten oder versicherte Ereignisse gesetzt. ÖGVS-Expertin Wiedom: "Der günstigste Tarif kostet für einen Kfz-Mechaniker mit 500.000 Euro Leistungsanspruch im Fall 100-prozentiger Invalidität bei der Kärntner Landesversicherung knapp 155 Euro pro Jahr. Am meisten verrechnet die Helvetia mit 427 Euro."

Unfallversicherung

Vergleich von Jahresprämien anhand von zwei Musterfällen
Musterfall 1: Mann, geboren 11.1.1991, Kfz-Mechaniker, kein Leistungssport, gewünschte Leistung bei 100 % Invalidität: 500.000 €, Versicherungssumme: 100.000 €, 10 Jahre Laufzeit Musterfall 2: Frau, geboren 5.1.1971, Bankkauffrau, kein Leistungssport, gewünschte Leistung bei 100 %Invalidität: 250.000 €, Versicherungssumme: 50.000 €, 10 Jahre Laufzeit
Allianz 340,00 € 121,80 €
Donau 275,70 € 138,50 €
Ergo 310,40 € 232,20 €
Grawe 373,90 € 194,90 €
Helvetia 472,20 € 194,20 €
Kärntner Landesversicherung 154,80 € 94,80 €
Merkur 248,90 € 169,00 €
muki 329,30 € 137,40 €
Nürnberger / Garanta 202,60 € 153,20 €
Oberösterreichische 277,80 € 119,20 €
VAV 181,10 € 139,20 €
Wüstenrot 168,70 € 127,50 €
Zurich 232,50 € 89,8 €
Quellen: ÖGVS

Beim Musterfall einer Bankkauffrau liegen die Jahresprämien zwischen 90 Euro bei der Zurich und 232 Euro bei der Ergo. Die großen Preisdifferenzen gehen jedoch oft mit unterschiedlichen Tarifleistungen einher. Projektleiterin Wiedom: "Der teuerste Tarif für die Bankkaufrau leistet im Vergleich zum günstigsten zwar nicht in jedem Fall das Doppelte, zahlt aber bei bestimmten Invaliditätsgraden deutlich mehr."

Große Unterschiede

Je nach Tarif unterscheidet sich auch die Gliedertaxe. Darin ist definiert, welchem Invaliditätsgrad der Verlust von Gliedmaßen wie Arm, Finger oder Fuß, des Gehörs, eines Auges oder eines Organs entspricht. Für den Verlust eines Arms setzen die Versicherer 70 bis 100 Prozent Invalidität an.

Der Verlust der Sehkraft auf einem Auge wird mit 40 bis 50 Prozent gleichgesetzt. Die Unterschiede schlagen sich in der Einmalleistung der Versicherer nieder. Diese beträgt für den Musterfall des Kfz- Mechanikers zwar stets 500.000 Euro im Fall von 100 Prozent Invalidität, schwankt aber deutlich bei geringerer Invalidität. So würde man je nach Versicherer etwa bei 70 Prozent Invalidität zwischen 135.000 und 410.000 Euro erhalten, bei 30 Prozent Invalidität zwischen 35.000 und 75.000 Euro.


Die Test-Ergebnisse sind gegen 1.490 Euro Schutzgebühr zuzüglich USt. unter info <AT> qualitätstest.at erhältlich.


ÖGVS -TEST: Österreichs Beste Gasanbieter

Energielieferant easy green energy gewinnt den ÖGVS-Test zu GASANBIETERN. …

ÖGVS-Test: Die besten Kfz-Versicherer 2021

Den ÖGVS-Test zu Kfz-Versicherungen gewinnt Zurich Connect vor Zurich und …

trend-Umfrage: Urlaub und Wünsche im Jahr 2021

Ihre Pläne für das zweite Halbhjahr 2021: Wir würden uns sehr freuen, …

ÖGVS-Test: Konten & Karten im Härtetest

Die Erste Bank gewinnt unter den österreichweit tätigen Filialbanken den …