Erben - Vermögensaufbau über Generationen

Erben - Vermögensaufbau über Generationen

Private Vermögen werden in den nächsten Jahren stark steigen.

Erbschaften sind heute vielfach das Um und Auf, um noch zu einem nennenswerten Vermögen zu kommen. Warum gerade in Österreich wichtiger ist, zu erben als das Vermögen durch Arbeit zu mehren.

Noch nie gab es für Erben so viel zu holen wie heute. Das Volumen des vererbten Vermögens wird in den nächsten Jahrzehnten in Österreich von 15 Milliarden Euro jährlich auf mehr als das Doppelte anwachsen.

Erbschaften für den privaten Vermögensaufbau in Österreich besonders wichtig

In Österreich entstehen Vermögen häufig durch Erbschaften. In keinem anderen Land der Eurozone sind Erbschaften für die Schaffung von Wohlstand so wichtig wie in Österreich. Nur durch das Einkommen ist es hierzulande im Vergleich mit anderen Ländern der Eurozone deutlich schwieriger, in der Vermögenspyramide nach oben zu gelangen. Das geht aus einer Studie der Österreichischen Nationalbank „Privatvermögen in den Euroländern: Die Bedeutung von Einkommen und Erbschaften im Wohlfahrtstaat“ hervor.

Erbschaft katapultiert Vermögen eines Haushalts massiv nach oben

Die Studienautoren Pirmin Fessler und Martin Schürz verdeutlichen die Bedeutung von Erbschaften für den Vermögenszuwachs in Österreich mit folgendem Beispiel: Bricht man die Vermögensverteilung in Österreich auf eine Leiter mit 100 Stufen herunter, dann katapultiert in unserem Land eine durchschnittliche Erbschaft einen Haushalt um 17 Stufen in dieser Leiter nach oben. In der Eurozone ist der Effekt nur noch in Deutschland ähnlich hoch, in Spanien kommt man mit einer Erbschaft nur um elf Stufen weiter, in der Slowakei nur um fünf.

Erbschaft für Vermögen doppelt so wichtig wie das Einkommen

Eine Studie des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche kommt zum selben Schluss: Erbschaften sind für den Aufbau von Vermögen in Österreich mehr als doppelt so wichtig, wie das Einkommen. Ein Faktum aus diesem Ergebnis ist, dass die Diskussion um die Wiedereinführung einer Erbschaftssteuer in Österreich wohl in Zukunft nie verstummen wird.

Bis zu 30 Prozent Steuern bei vererbten Immobilien bei Weiterverkauf

Das Problem: Der Staat schneidet hierzulande beim Erben kräftig mit, wenn auch durch die Hintertür und unter anderer Bezeichnung. Denn die hohe Besteuerung von Immobilien bei der Weitergabe von bis zu 30 Prozent des Verkaufserlöses, sei es unter Lebenden oder nach dem Tode, kommt einer Erbschaftssteuer gleich. Siehe auch trend.at-Artikel "Was beim Verkauf von Immobilien zu beachten ist". Das Faktum, dass das für den Erwerb der Liegenschaften aufgebrachte Kapital bereits versteuert wurde, lässt der Fiskus dabei außer Acht.

Private Vermögen in den vergangenen Jahren stark gestiegen

Wer in Österreich in der Einkommensskala nach oben kommt, hat damit weniger für seine Vermögensvermehrung erreicht als etwa in Deutschland. Was wohl an der vergleichsweise hohen Besteuerung von Einkommen liegt. Künftig werden Erbschaften bei der Schaffung und Vermehrung von Vermögen noch wichtiger werden. Hintergrund ist, dass sich die privaten Vermögen in den letzten Jahrzehnten stark vergrößert haben. So wird die Zahl der Erbschaften nach den Berechnungen des WU-Ökonomen Stefan Humer in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln. Auch wenn manche Ökonomen deshalb vor einer von Erben dominierten Gesellschaft warnen, ist es jedem frei gestellt, mit dem was er geschaffen hat so umzugehen, wie es seinem Willen entspricht.

Es gibt vieles, was bei Erbschaften zu beachten ist: von Gefühlen und Gerechtigkeit, bis zu rechtlichen und steuerlichen Aspekten. Die Erste Bank hat dazu einen Leitfaden aufgelegt, der Ratschläge gibt, um für alle Themen rund um das Erbe gerüstet zu sein.

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