Je früher, desto bester

Je früher, desto bester

Auch wenn es schwer fällt: Je früher man die Weichen für die Weitergabe des Vermögens stellt, desto besser ist es. Zur Belohnung winkt ein gutes, beruhigendes Gefühl.

Wer ein Testament verfasst, will Klarheit schaffen. Über das, was er in seinem Leben an materiellen und ideellen Werten geschaffen hat, und darüber, in wessen Händen er diese nach seinem Tod aufgehoben wissen will. Ein Testament dient dazu, dass ein letzter Wille auch wirklich im Sinne der Verfasserin oder des Verfassers umgesetzt wird – also wirklich ein letzter Wille bleibt.

Es ist schwierig, mit Eltern oder nahen Verwandten darüber zu reden, dass es in ihrem Sinne ist, ein Testament zu verfassen. Und das umso mehr, je älter die Menschen sind, die über ihren Nachlass bestimmen sollten. Wird dieses für alle so wichtige Thema zu einem Zeitpunkt angesprochen, wo seine Realisierung noch in weiter Ferne liegt, wird dadurch viel von der emotionalen Last genommen. Wer noch Jahrzehnte vor sich hat, kann unbeschwerter über das Danach bestimmen.

Deshalb sollte ein Testament schon in frühen Jahren verfasst werden, inhaltlich eindeutig sein und allen formalen Ansprüchen genügen. Nur so ist die Gültigkeit garantiert. Auch ein Streit unter den Erben kann damit verhindert werden. Gerade in Zeiten von immer mehr Patchworkfamilien ist es wichtig, Klarheit zu schaffen. Denn das neue Erbrecht trifft hier sehr klare Regelungen.

Expertentipp

von MMag. Dr. Niklas J. R. M. Schmidt, Partner Wolf Theiss Rechtsanwälte


Das Inkrafttreten des neuen Erbrechts ist ein guter Anlass, bestehende Testamente dahingehend zu überprüfen, ob sie noch den Intentionen des Erblassers entsprechen. Interessant ist insbesondere die neu geschaffene Möglichkeit, Pflichtteilsansprüche durch die Einsetzung als Begünstigter einer vom Verstorbenen errichteten Privatstiftung abzudecken. Möglich ist auch, den Pflichtteil durch letztwillige Anordnung stunden zu lassen. Wichtig für die Planung sind auch die Änderungen der Hinzu- und Anrechnung von unentgeltlichen Zuwendungen unter Lebenden bei der Berechnung des Pflichtteils sowie das neue Pflegevermächtnis.

Bei einer neuen Ehe beispielsweise verliert eine frühere Ehefrau ihre Erbansprüche. Doch aufgrund der vielfältigen Lebenswege erfolgen Trennungen immer öfter im Einvernehmen. Die Partner gehen neue Wege, doch das, was man gemeinsam geschaffen, aufgebaut hat, soll auch entsprechend gerecht aufgeteilt werden. Hier ist es also besonders wichtig, in einem Testament seinen tatsächlichen letzten Willen festzuhalten. Und: Ein Testament kann jederzeit geändert werden.

Wer durch ein Testament bedacht werden könnte, wird sich natürlich von jedem Gedanken einer Einflussnahme fernhalten. Diese Distanz bei diesen so wichtigen Entscheidungen kann auch Nähe schaffen. Und wann immer Angehörige beim Verfassen eines Testaments Hilfe benötigen, werden sie sie bekommen.

Diese Links helfen bei Fragen zum Testament:

www.help.gv.at
www.erbrechtsinfo.at
www.wko.at/letztwillige_verfuegung/


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