Vorsorge: Sicherheit ist wichtiger als Rendite

Vorsorge: Sicherheit ist wichtiger als Rendite

Mehr als die Hälfte der Österreicher setzt bei der langfristigen Veranlagung auf Sicherheit. Nur 28 Prozent wollen hohe Renditen.

Das neue Pensionskonto hat vielen Österreichern die Augen geöffnet. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK Austria im Auftrag der s Versicherung in Zusammenarbeit mit Erste Bank und Sparkassengruppe messen 81 Prozent der Österreicher (repräsentatives Sample: 1.000 Befragte) der finanziellen Vorsorge eine sehr große Bedeutung bei.

Alexander Zeh, Studienleiter bei GfK Austria: "Frauen setzen zu 83 Prozent auf Vorsorge, während Männer nur zu 79 Prozent die langfristige Absicherung als wichtig erachten." Was bei der Veranlagung zählt, ist Sicherheit. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) möchten dabei kein oder nur wenig Risiko eingehen.

Betongold an erster Stelle.

Für 32 Prozent ist Immobilienbesitz das beste Vorsorgeprodukt. Auf den Plätzen zwei bis vier folgen die private Pensionsversicherung (14 Prozent), die Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung (elf Prozent) und die klassische Lebensversicherung (acht Prozent). Aktuell veranlagt sind die Österreicher am Sparbuch, das mit 72 Prozent das meistgenutzte Sparprodukt ist. Fast jeder zweite Österreicher (45 Prozent) verfügt über eine klassische Lebensversicherung. GfK-Marktforscher Zeh: "Beunruhigend ist, dass 15 Prozent der Befragten angeben, dass ihnen das entsprechende Wissen über Vorsorgeprodukte grundsätzlich fehlt."

40 Euro mehr im Monat möglich.

In der Geldbörse der Österreicher ist wieder mehr vorhanden. 2014 planten die Österreicher durchschnittlich 154 Euro pro Monat für ihre Altersvorsorge ein. Das ist um beachtliche 30 Euro mehr als noch im Vergleichsjahr 2011. Dass es hier noch Spielraum nach oben gibt, zeigt die Bereitschaft, monatlich sogar noch 40 Euro mehr in die persönliche Vorsorge zu investieren. "ImGeschlechtervergleich zeigt sich, dass Männer monatlich um 20 Euro mehr sparen als Frauen und darüber hinaus auch um 50 Euro mehr Potenzial für zusätzliche Vorsorge haben", so Marktforscher Zeh. Trotz der sinkenden staatlichen Pension sorgt noch immer jeder Sechste gar nicht privat vor. 47 Prozent dieser Gruppe geben an, dass das Zinsniveau dafür zu niedrig ist, 30 Prozent geben ihr Geld lieber aus, und ein Viertel unterstützt damit die eigenen Kinder.

600 Euro Pensionslücke.

In der Zwischenzeit weiß jeder Zweite, was die Pensionslücke ist. GfK-Marktforscher Zeh: "Im Vergleich zu 2011 hat sich dieser Wert verbessert. Damals konnten nur 37 Prozent den Begriff richtig zuordnen." Auch die Einschätzung der Pensionslücke ist sehr realistisch geworden. Im Schnitt wird diese auf 600 Euro geschätzt und damit um 50 Euro höher als noch 2011. Je höher das eigene Einkommen ist, desto höher wird auch die zu erwartende Pensionslücke prognostiziert. Nur 22 Prozent können ihre Lücke gar nicht einschätzen.

Pensionskonto als Motivator.

Den Begriff "Pensionskonto neu" können bereits sechs von zehn Österreichern einordnen, und fast jeder Fünfte (18 Prozent) weiß, welche Änderungen damit verbunden sind. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) fängt damit gar nichts an. Zur Möglichkeit, über das "Pensionskonto neu" die eigenen Pensionsansprüche konkret zu berechnen, gibt jeder Zweite (48 Prozent) an, sein Vorsorgeverhalten ändern zu wollen, sollte das Resultat zu niedrig ausfallen.

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