Vorsorge schützt vor dem Absturz

Vorsorge schützt vor dem Absturz

Der Staat muss sparen. Es kommt zu Kürzungen bei Pensionen, der Pflege und sonstigen Leistungen. Wer nicht selbst vorsorgt, muss finanzielle Probleme fürchten.

Vollbeschäftigung, gesicherte Renten und eine ausgezeichnete medizinische Versorgung machten Österreich lange zu einer Insel der Glückseligen. Doch die Zeiten haben sich geändert. Die Finanzkrise hat riesige Löcher in den Staatshaushalt gerissen, an allen Ecken und Enden wird gespart. Alarmierend, aber nicht verwunderlich ist, dass die Österreicher Angst vor Altersarmut haben. Laut einer Umfrage des Kölner Marktforschungsinstitutes YouGov in elf europäischen Ländern fürchtet sich jeder zweite Österreicher davor, im höheren Alter zu verarmen. Doch soweit muss es nicht kommen. Wie man am Besten privat vorsorgt, ist deshalb ein Dauerthema bei vielen Menschen.

Sozialausgaben steigen.

Mit ihrer Einschätzung liegen die Österreicher nicht daneben. Der Sozialstaat in der heutigen Form geht sich auf Dauer nicht mehr aus. Grund: 48 Prozent oder 65,7 Milliarden Euro der Staatseinnahmen flossen 2012 in den Bereich Soziales. Manfred Rapf, Vorstand der s Versicherung, meint: „Weil unsere Staatsausgaben nicht aus dem Ruder laufen dürfen, wird es in Zukunft zu Einsparungen in allen Bereichen kommen müssen.“ Wer also für das Alter nicht selbst vorsorgt, kriegt ein Problem.

Thomas Url, Experte des Wirtschaftsforschungsinstitutes(WIFO): „Die Ausweitung des Berechnungszeitraumes für die Bemessungsgrundlage und fehlende Beitragsjahre während der längeren Ausbildungszeit werden die künftigen Pensionen langsam weiter absenken, sodass die Pensionslücke für viele Erwerbstätige größer werden wird.“ Es bleibt nichts anderes übrig, als dagegen etwas zu unternehmen. Eine gerade bei jungen Menschen beliebte Möglichkeit der Pensionsvorsorge bietet die so genannte prämiengeförderte Zukunftsvorsorge. Rund 1,6 Millionen Österreicher haben bereits einen Vertrag abgeschlossen. Die Argumente, die dafür sprechen, sind eine staatliche Förderung von 4,25 Prozent bis zu einer maximalen Jahresprämie von 2.445,50 Euro. Zudem gibt es eine hundertprozentige Kapitalgarantie auf das einbezahlte Geld zum Vertragsende. Dafür wird eine lebenslange und steuerfreie Rente ausbezahlt.

Die problematische Kombination einer Aktienquote von bis zu 30 Prozent mit einer Kapitalgarantie, die sich in der Finanzkrise als fatal erwiesen hat, wird mit der aktuellen Reform des Produktes verbessert. Ab Anfang August sinkt die Aktienquote für unter 50-jährige auf 15 Prozent und für über 50-jähre auf fünf Prozent. S-Versicherungs-Vorstand Rapf: „Damit sinken die Garantiekosten erheblich, gleichzeitig werden die Schwächen des alten Modells beseitigt. Das wird sich auch positiv in der Performance niederschlagen.“ Übrigens kann man in vielen Fällen auch alte Verträge in das neue Modell übertragen, ohne das dadurch den Versicherten Nachteile bezüglich Kapitalgarantie oder Steuer entstehen.

Angst vor der Pflege

Ein echtes Reizthema für die Österreicher ist die Pflege. Laut einer Studie von Gfk Austria im Auftrag von s Versicherung und Erste Bank hat nur jeder Fünfte Angst, einmal gepflegt werden zu müssen, doch mehr als die Hälfte der Befragten glaubt nicht, von diesem Thema betroffen zu sein. Die Realität sieht anders aus. In Österreich gibt es derzeit 432.000 Pflegegeldbezieher, die Kosten von 192 Millionen Euro pro Monat verursachen. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird dieser Aufwand in den nächsten Jahrzehnten noch erheblich wachsen. Wifo-Experte Url: „Das Thema Pflege beschäftigt die Sozialpolitiker intensiv, weil die Kosten dafür von den Gemeinden und Ländern zu tragen sind und diese kaum Mittel zur Ausweitung der Leistungen haben.“ Wird eine Pflegeversicherung abgeschlossen, bleibt zumindest das bestehende Vermögen erhalten und man kann sich die Pflegeinstitution selbst aussuchen. Die Kosten einer solchen Versicherung sind überschaubar. Die s Versicherung verlangt von einem 35-Jährigen für einen Basisschutz ab Pflegestufe 3 und einer Monatspflegerente von 1.000 Euro 33 Euro monatlich. Die Prämien anderer Versicherer liegen ähnlich.

Bleibt noch die Gefahr eines Unfalls. Jährlich passieren rund 830.000 Freizeitunfälle, die nicht von der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt sind. Diese versichert nur Unfälle auf dem Weg zur Arbeit und von dort nach Hause und natürlich am Arbeitsplatz selbst. Wer sich aber beim Sport oder im Haushalt schwer verletzt, ist nicht gesetzlich versichert, und die Folgen können den finanziellen Ruin bedeuten. Eine private Unfallversicherung ist relativ günstig. Zum Beispiel ist um weniger als 20 Euro pro Monat bei der s Versicherung ein Komplettpaket mit Leistungen bei Dauerinvalidität bis zu 240.000 Euro und 1.000 Euro monatlicher Rente zu bekommen. Manfred Rapf: „Wer bei der Unfallversicherung spart, handelt aus meiner Sicht fahrlässig.

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