Versicherung: Die besten Tipps für Studenten

Wer jung ist, denkt meist nicht daran sich abzusichern. Doch es gibt Möglichkeiten sich für wenig Geld einen Basisschutz zuzulegen.

Wer jung ist, denkt meist nicht daran sich abzusichern. Doch es gibt Möglichkeiten sich für wenig Geld einen Basisschutz zuzulegen.

Bei welchen Versicherungen Studenten ohnehin mitversichert sind und gegen welche Risiken eine Extraversicherung lohnt. Die große Analyse.

Mit Oktober hat für mehr als 70.000 Studenten der österreichischen Universitäten wieder die Uni begonnen. Nicht nur der neue Stundenplan will organisiert sein, mitunter auch ein Umzug. Viele Studenten, die von zuhause ausziehen oder sich anfangs noch keine Gedanken gemacht haben, stehen gerade zu Semesterbeginn vor der Frage stehen, welche Versicherungen sie benötigen. Denn nicht bei allen Versicherungen sind Studenten bei ihren Eltern nach dem Auszug weiter mitversichert. Lesen Sie, bei welchen man weiter mit den Eltern versichert bleibt und gegen welche Risiken es sich lohnt, eine eigene Polizze abzuschließen. Plus: Welchen Schutz der Staat bietet, etwa in Form von Krankenversicherung, und welche Versicherungen bei der ÖH-Mitgliedschaft automatisch dabei sind.

Krankenversicherung: Basisschutz über die Sozialversicherung

Generell gilt für die Sozialversicherung, dass Jugendliche automatisch bis zu ihrem 18. Lebensjahr bei ihren Eltern mitversichert sind. Dieser Schutz kann gegen Vorlage, dass man Bezieher der Familienbeihilfe ist, bis zum 27. Lebensjahr verlängert werden. Für Studenten, die länger als bis zum 27. Lebensjahr studieren und nicht gesetzlich krankenversichert sind, bietet die Gebietskrankenkasse eine sogenannte studentische Sozialversicherung mit einer monatlichen Prämie in Höhe von 54,11 Euro an. Wer neben dem Studium arbeitet und nicht mehr als 405,98 Euro verdient, kann eine „Selbstversicherung bei geringfügiger Beschäftigung“ abschließen. Der Vorteil ist, dass Studenten, die diesen Schutz wählen einen Pensionsanspruch erwerben.

Haftpflicht: Studenten bei Eltern mitversichert

Studenten sind in der Regel bei Ihren Eltern, die eine Haushaltsversicherung besitzen, mitversichert.
Versicherer gewähren unterschiedlich lange bei Mitversicherung
Wichtig: Da viele Assekuranzen Studenten unterschiedlich lange bei den Eltern mitversichern, ist im Einzelfall zu prüfen, ob und wie lange Studenten mit eingeschlossen sind. Bei einigen Assekuranzen sind Studenten oft nur bis zum 18. oder 27. Lebensjahr mitversichert oder der Versicherungsschutz besteht nur sofern und solange sie über keinen eigenen Haushalt und kein eigenes regelmäßiges Einkommen verfügen.

Unfallschutz über den ÖH-Beitrag

Jeder Student muss Mitglied der Österreichischen Hochschülerschaft werden. Im Mitgliedsbeitrag von 18,70 Euro der pro Semester bezahlt werden muss, ist eine Prämie in Höhe von 0,70 Euro für eine Unfallversicherung enthalten. Diese deckt Folgekosten nach einem Unfall, der auf der Uni oder am Weg dorthin oder von der Uni nach Hause passiert, ab. Nicht gedeckt sind hingegen gewisse Kosten, die nach einem Unfall in der Freizeit anfallen. So kann es etwa passieren, dass Studenten, die nicht zusätzlich privat unfallversichert sind, auf den Kosten für einen Hubschraubertransport nach einem Skiunfall sitzen bleiben.

Freizeitunfälle gesetzlich oft unzureichend gedeckt

Versicherungsmakler Werner Flandorfer empfiehlt Studenten neben der gesetzlichen Versicherung und der der ÖH aber auch noch eine Versicherung gegen Invalidität abzuschließen. „Eine private Unfallversicherung zählt zum Basisschutz, den jeder Student abdecken sollte", so Peter Eichler, Vorstand Uniqa Österreich Neben Kosten, die nach einem Unfall entstehen, inkludiert eine private Unfallversicherung auch Leistungen, wenn man invalide wird. Eichler: „Dieser Schutz ist vor allem für Studenten wichtig, da sie meistens noch keinen Anspruch auf eine Invaliditätsrente haben“, erklärt Peter Eichler, Vorstand Uuniqa Österreich . Denn die Unfallrente bei Invalidität bemisst sich nach den Versicherungsjahren und die erwirbt man erst wenn man Arbeiten geht. War ein Student bis zu seinem 27. Lebensjahr noch keine sechs Monate durch einen Arbeitgeber bei der gesetzlichen Pensionsversicherung gemeldet, so hat er keinen Anspruch auf eine Unfallrente. Bei Versicherungen gegen Invalidität bietet etwa die Generali, die Zürich und die Uniqa gute Produkte“, weiß Flandorfer aus Erfahrung.

600.000 Euro für 100 prozentige Invalidität

Bei privaten Unfallversicherungen wird die Höhe der Auszahlung am Grad der Invalidität bemessen. Das bedeutet, je stärker jemand durch einen Unfall beeinträchtigt bleibt, umso höher fällt die Leistung der Versicherung aus. Je nach Variante des Versicherungsproduktes können Versicherte mit bis zu 600 Prozent der Versicherungssumme rechnen. Beispiel: Bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro zahlt die Versicherung – bei einer Verletzung, die einer 100-prozentigen Invalidität entspricht – 600.000 Euro aus. Zudem können, bei entsprechender Vertragsgestaltung, auch Kosten für Operationen, Heilung, Rehabilitation, Bergung und Rückholung vom Versicherer übernommen werden.

Unfallversicherung inklusive Haushalts- Rechtsschutz und Privathaftpflicht

Groß ist die Auswahl bei speziellen Versicherungen für Studenten allerdings nicht. Marktführer auf diesem Gebiet ist die Uniqa. Sie bietet auch als einziger spezielle Versicherungspakete für Studenten. Diese bietet mit dem Jugendtarif „Fun&Clever“ einen Bündelversicherung, die neben einer Unfallversicherung auch eine Haushalts-, Rechtsschutz- und Privathaftpflichtversicherung abdeckt. Ein 24 jähriger Student muss mit einer Prämie von 11,19 Euro pro Monat rechnen. Bei einer 100-prozentigen Invalidität durch einen Unfall, wird das 3-fache der Versicherungssumme ausbezahlt. Das sind bei dieser Variante 225.000 Euro. Das ist zwar nicht so viel wie bei einer individuellen privaten Unfallversicherung aber ein guter Basisschutz. Studenten die etwas mehr Geld zur Verfügung haben, empfiehlt Uniqa Österreich eine individuelle Unfallpolizze mit etwas höheren Deckungssummen abzuschließen (siehe Beispiel oben).

Wird beispielsweise eine Versicherungssumme für Dauerinvalidität in Höhe von 75.000 Euro und Unfallkosten in Höhe von 5.000 Euro gewählt, so bezahlt ein 25-jähriger Oberösterreicher eine Monatsprämie von 13,72 Euro. Im Leistungsfall kann das 6-fache der Versicherungssumme, also bis zu 450.000 Euro für Dauerinvalidität zur Auszahlung kommen.

Unfall- und Rechtsschutzversicherung: Ein gutes Kombiprodukt

Makler Flandorfer: "Da Studenten aber etwa bei Rechtsschutzversicherung noch nicht so einen umfassenden Schutz brauchen, reichen auch einzelne Versicherungsbausteine. Eine empfehlenswerte Kombination für Studenten ist nach Einschätzung von Flandorfer eine Unfall- und Rechtsschutzversicherung zu kombinieren. Zumal Studenten bei der Haftpflicht meist ohnehin mit den Eltern mitversichert sind. „Gute Versicherer bei Rechtsschutzversicherungen sind etwa die Generali, die Zürich und die Wiener Städtische. Die Uniqa zählt auf diesem Gebiet nicht zu den Top-Versicherern.“

Eigene Wohnungsversicherung für Studenten


Bei der Uniqa Wohnungsversicherung sind Jugendlichen bis zum 30. Lebensjahr bei den Eltern mitversichert - unabhängig davon, ob sie noch bei den Eltern wohnen oder schon verdienen.
Prämienbeispiel Zuhause & Glücklich als stand alone Variante für Studenten die bereits in den eigenen vier Wänden leben. Ein 24-jähriger Student der im 2. Wiener Gemeindebezirk in einer 50 Quadratmeter großen Wohnung lebt, kann mit einer monatlichen Prämie in Höhe von 8 Euro rechnen. Die maximale Versicherungssumme liegt bei 44.500 Euro. Ohne Selbstbehalt. Die maximale Versicherungssumme des privaten Haftpflichtschutzes liegt bei 1,5 Millionen Euro.

Reiseversicherung bei Spitalsaufenthalten vorteilhaft

Reisen und Auslandsaufenthalte gehören heute zum Alltag vieler Studenten. Wer für diese Zeit eine Reiseversicherung abschließt, hat vor allem bei Spitalsaufenthalten im Ausland einen entscheidenden Vorteil. Viele Assekuranzen bieten Versicherungen an, die eine ganze Palette an Risiken abdecken, die durch Krankheit oder Unfall auftreten können. Entscheidend ist die Dauer des Auslandsaufenthalts. Haben Studenten etwa vor eine ausländische Universität für ein Semester zu besuchen, so reicht in den meisten Fällen eine Auslandsreise-Krankenversicherung, die vor Abreise für diese Zeit eingezahlt wird. Dauert der Aufenthalt länger als 180 Tage, so bietet Uniqa eine sogenannte Expatriates-Versicherung, die neben einem 24-Stunden Notrufservice, Versorgung vor Ort und einer Deckungssumme bis zu 3.065.000 Euro einen guten Rundum-Schutz bietet.

Kleiner Luxus: Private Krankenversicherung bei Unfall

Möchten Studenten im Spital mehr Komfort und den Arzt frei wählen können, bietet die Uniqa eine „ Sonderklasse Select Premium in Option“ mit verhältnismäßig günstigen Einstiegskonditionen für Studenten an. Denn im Gegensatz zur klassichen Krankenversicherung, ist diese nur für Krankenhausaufenthalten bei Unfällen ausgelegt. Richtig billig ist eine private Krankenversicherung jedoch nie.
Beispiel: Ein 26-jähriger Student wählt bereits jetzt den Versicherungsschutz, den er später möchte, bezahlt dafür aber nur 30 Prozent der Tarifprämie, also z.B. 28,58 Euro im Monat. Dadurch erwirbt er ab sofort einen Versicherungsschutz für Sonderklassebehandlungen nach einem Unfall. Einmal pro Jahr ist ein Wechsel auf den vollen Versicherungsschutz (also auch für Krankheit) ohne weiteren Gesundheitscheck möglich. Das Produkt mit Option kann bis zum 35-Lebensjahr abgeschlossen werden.

Beim „Sonderklasse Select Premium in Option“ der Uniqa profitieren Studenten nach Einlösung der sogenannten Option von einer Sonderklassenbehandlung für alle medizinisch notwendigen Behandlungen ohne Selbstbehalt und weiteren medizinischen Leistungen wie z.B. , einem jährlichen Gesundheitscheck, einem medizinischen CallCenter für die Vermittlung von ärztlichen Zweitmeinungen und dem Ersatz von Transportkosten ins Krankenhaus.

Service

Der neue Preis für Sicherheit

Versicherung

AK-Test: Versicherer kassieren saftige Spesen

Versicherung

Zukunftsvorsorge: Schwerer Konstruktionsfehler