Sturmschäden: Wann die Versicherung zahlt

Sturmschäden: Wann die Versicherung zahlt

Was Sie bei Sturmschäden beim Auto von Haftpflicht- oder Kaskoversicherung erwarten können. Wann die Versicherung zahlt und wann nicht. Tipps vom Arbö wie man sich bei Sturm als Autofahrer am besten verhält.

Tief Niklas fegt seit Tagen über Österreich. Vor allem für Autobesitzer kann der heftige Sturm und deren Folgen Probleme bereiten. „Sturmschäden sind durch die Haftpflichtversicherung nicht gedeckt“, warnen die Arbö Verkehrsjuristen.

Höhere Gewalt entbindet Versicherer zahlen zu müssen

Schäden durch umfallende Bäume oder herabstürzende Hausteile (Ziegelsteine, Fenster, Dachteile) gelten als verursacht durch höhere Gewalt, egal ob sie parkende, haltende oder fahrende Autos beschädigen.

Schuldhaftigkeit des Baumbesitzers muss nachgewiesen werden

Zurückholen kann man sich die Kosten nur, wenn Bäume schon vor dem Sturm morsch oder Häuser durch schuldhaftes Verhalten der Besitzer baufällig waren. Das Problem dabei: Die Geschädigten müssen den Nachweis dafür erbringen, dass Wegehalter oder Hausbesitzer säumig waren.

Mit Kasko fährt man besser

Besser abgesichert sind Autofahrer mit einer Kaskoversicherung. Allerdings hängt es auch hier von den genauen Versicherungsbedingungen ab. Allgemein gilt: Von einem Sturm spricht man erst ab einer Windgeschwindigkeiten von 60 km/h.

So verhalten Sie sich beim Autofahren bei Sturm am besten: Die besten Tipps des Arbö

1) Lenkrad permanent mit beiden Händen festhalten, Geschwindigkeit reduzieren.
2) Jeder Überholvorgang kann zum Lotteriespiel werden. Man kann jederzeit durch Seitenböen versetzt werden und auf der Gegenfahrbahn landen. Immer auch mit einer Versetzung des zu überholenden Fahrzeuges rechnen, deshalb größeren Seitenabstand einhalten.
3) Besondere Gefahr von Sturmböen besteht auf Brücken, bei Tunnelausfahrten oder nach Ende der Lärmschutzwände. Hier kann die plötzlich eintretende Sogwirkung zu einer Verstärkung der Sturmböen führen. Deshalb: runter vom Gas, um eine bessere Bodenhaftung gegen seitliche Sturmböen zu haben.
4) Wird man von einer Sturmböe erfasst - Ruhe bewahren. Jede heftige Bewegung mit dem Lenkrad macht das Fahrzeug nur noch instabiler. Um das Auto wieder zurück auf die Spur zu bringen, nur gefühlvoll gegenlenken, sonst landet man sehr schnell im Straßengraben oder auf der Gegenfahrbahn.
5) In der Stadt vor dem Einparken einen Blick nach oben richten. Speziell bei älteren Gebäuden, Baustellen oder morschen Bäumen kann der Wind Teile lockern, die dann eventuell auf das Auto herabstürzen.
6) Auch im städtischen Bereich vorausschauend und defensiv fahren. Mit unvorhergesehenen Hindernissen wie aufgewirbelten Papier- oder Kartonteilen,
Plastikplanen oder abgebrochenen Ästen rechnen.
7) Fahrzeugtüre oder Heckklappe vorsichtig öffnen und den Griff fest in der Hand halten. Windböen können sonst die Türe aufreißen und großen Schaden anrichten (sei es an der Türe selbst, an einem daneben stehenden oder vorbei fahrenden Auto oder sogar einen Fußgänger verletzen).
8) Autofahrten mit Anhänger und Dachladegut vermeiden.

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