Studie: Was für die betriebliche Altersvorsorge von Managern spricht

Studie: Was für die betriebliche Altersvorsorge von Managern spricht

Eine aktuelle Studie des Gallup-Instituts im Auftrag der sVersicherung gibt Aufschluss darüber wie Steuerberater und Wirtschaftsprüfer über die betriebliche Altersvorsorge denken.

Das Ergebnis: Drei Viertel (73%) von insgesamt 700 befragten Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sehen in betrieblichen Altersvorsorgemodellen eine wichtige Ergänzung zur staatlichen und privaten Pensionsvorsorge

Betriebliche Vorsorge als Belohnungssystem für Manager wichtig

Besonderen Stellenwert räumen die befragten Experten der zweiten Säule als Teil des Entlohnungssystems von Leistungsträgern eines Unternehmens (68%) ein. Die betriebliche Altersvorsorge ist aus Sicht der Experten auch die ideale Belohnungsmöglichkeit für Geschäftsführer, leitende Angestellte und Mitarbeiter (65%). 62% schätzen die betriebliche Vorsorge als ein Modell mit klaren Vorteilen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Sicherheit und Garantie gelten als wichtiger als steuerliche Vorteile

Sicherheit und Garantie gelten für 90% der Befragten als wichtigstes Merkmal der betrieblichen Altersvorsorge. Merkmale, die insbesondere die betriebliche Kollektivversicherung im Unterschied zum Pensionskassenmodell auszeichnen. Diese beiden Faktoren haben aus Sicht der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sogar weit mehr Relevanz als die steuerlichen Vorteile, die von 66% als besonders wichtig hervorgehoben wurden. Jenen Kunden, die persönlich vorsorgen wollen und für die es im Betrieb eine Möglichkeit gibt, empfehlen zwei Drittel der Steuerberater und Wirtschaftstreuhänder einen Abschluss über den Weg der betrieblichen Vorsorge, ein Drittel empfiehlt private Vorsorge.

Steuerliche Vorteile oft nicht ausreichend bekannt

„Die Studie zeigt, dass die betriebliche Vorsorge bei Steuerberatern und Wirtschaftstreuhändern positiv eingestuft und auch empfohlen wird“, analysiert Christian Lückl, Leiter Betriebliche Altersvorsorge der s Versicherung. „Was die steuerlichen Vorteile betrieblicher Vorsorgemodelle anbelangt, besteht allerdings noch viel Informationsbedarf. Insbesondere die Aspekte der steuerfreien Beitragszahlungen und der nachgelagerten Besteuerung, erst wenn die Leistung erfolgt (EET-Prinzip), sind noch viel zu wenig bekannt.“

Steuerliche Verbesserungen notwendig

Doch die befragten Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sehen auch Verbesserungsbedarf bei betrieblicher Altersvorsorge. Etwa bei Steuerbegünstigungen im Rahmen der persönlichen Pensionsvorsorge für Unternehmer in nichtbilanzierenden Unternehmen (77%) und die Umsetzung eines höheren Freibetrags für Arbeitgeberzuwendungen (72%). So ist beispielsweise die steuerbegünstigte Gehaltsumwandlung im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge von derzeit 300 Euro pro Mitarbeiter und Jahr seit Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts betragsmäßig nie angepasst worden. Für den Anspruch aller Erwerbstätigen auf steuerbegünstigte Pensionsvorsorge durch Bezugsumwandlung nach deutschem Vorbild plädieren mehr als die Hälfte der Befragten (54%).

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