Entspannt in den Ruhestand

Entspannt in den Ruhestand

Der Absturz der Börsen 2008 ist am Finanzparkett längst kein Thema mehr. Doch viele Bezieher von Firmenpensionen leiden noch immer darunter. Zwar verloren die Pensionskassen im Jahr 2008 nur 12,9 Prozent, doch dieser Verlust ist bis heute nicht ausgeglichen. Das macht sich wiederum in deutlich niedrigeren Firmenpensionen bemerkbar.

Der Frust bei den rund 800.000 Österreichern, die derzeit Anspruch auf eine Firmenpension haben, ist groß. Das eröffnet den Assekuranzen einen neuen Markt: Sie bieten die sogenannte „betriebliche Kollektivversicherung“ an, die im Gegensatz zu den Pensionskassen mit garantierten Renten punktet. Zudem können bis 31. Oktober 2013 Pensionskassen-Pensionisten einmalig in eine betriebliche Kollektivversicherung wechseln. Versicherungen und Pensionskassen liefern sich hier einen heißen Kampf um Kunden. FORMAT verrät, warum sich ein Wechsel in eine betriebliche Kollektivversicherung lohnt.

Vorteile überzeugen

Die betriebliche Kollektivversicherung gibt es bereits seit 2005 als Alternative zur Pensionskasse. Heinz Schuster, Vorstandsvorsitzender der s Versicherung: „Anders als bei einer Pensionskasse orientiert sich die Rentenauszahlung nicht nur am Veranlagungserfolg, sondern ist wie eine klassische Lebensversicherung aufgebaut. Wir bieten unseren Kunden einerseits einen Garantiezinssatz von derzeit 1,75 Prozent und andererseits werden auch die jährlich erwirtschafteten Gewinne den Pensionen gutgeschrieben. Damit können die jährlich zugeteilten Gewinne auch nicht verfallen.“ Bei der betrieblichen Kollektivversicherung steht damit bereits bei Abschluss des Vertrages fest, wie hoch die garantierte und lebenslange Rente ausfallen wird. Diese wird zudem durch die jährliche Gewinnzuteilung auch noch erhöht.

Anders liegt die Sache bei den Pensionskassen. Hier mussten Rentenbezieher in den vergangenen Jahren stattliche Kürzungen um bis zu 50 Prozent hinnehmen. Besonders betroffen sind davon alte Verträge aus den 90er-Jahren. Grund: Die damals politisch gewollten sehr hohen Rechnungszinssätze von bis zu sechs Prozent waren am Börsenparkett langfristig einfach nicht durchzuhalten. Den Experten war schon damals klar, dass es in Zukunft zu Pensionskürzungen kommen wird. Doch ein Aus- oder Umstieg auf eine sichere und rentablere Versicherungslösung war im 1990 geschaffenen Pensionskassengesetz einfach nicht vorgesehen. Erst mit der im Mai 2012 vom Nationalrat verabschiedeten Novelle, die am 1. Jänner 2013 in Kraft getreten ist, wurde diese Möglichkeit einmalig bis 31. Oktober 2013 eingeräumt.

Einfacher Umstieg

Wer von den Bergund Talfahrten an den Börsen und damit den schwankenden Rentenauszahlungen seiner Pensionskasse genug hat, sollte daher einen Wechsel in Erwägung ziehen. Dieser ist einfach und sehr unbürokratisch zu erledigen. Der Kunde schickt der Versicherung seiner Wahl einfach einen aktuellen Leistungsnachweis aus der Pensionskasse. Auf Basis dieser Daten berechnet die Assekuranz wie hoch eine garantierte und sichere Rente aus einer betrieblichen Kollektivversicherung ausfallen würde. Diese wird zwar in einem ersten Schritt etwas niedriger sein, doch dafür bleibt sie garantiert bis zum Lebensende gleich.

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