Ungarn führt "echte" Flat Tax ein

 Ungarn führt "echte" Flat Tax ein

Ungarn hat 2011 zwar eine Flat Tax eingeführt, allerdings hat die Regierung aufgrund einer speziellen "Superbrutto"-Berechnung die Steuern trotzdem hoch gehalten. Mit Jahresbeginn ist diese Regelung erloschen und alle Arbeitnehmer zahlen einheitlich nur noch 16 Prozent.

Ungarn zählen zu den attraktivsten Nachbarnländern Österreichs, nicht nur der Puszta und Paprika wegen, sondernauch wegen der Steuervorteile. Denn seit 2013 gibt es in Ungarn nun nicht nur auf dem Papier, sondern auch de facto einen einheitlichen Einkommenssteuersatz von 16 Prozent.

Bisher trotz Flat Tax teils hohe Steuern

Bisher galt die Flat Tax mit Einschränkungen. Denn Berechnungsbasis für die Einkommenssteuer waren bisher die sogenannten "Super-Bruttos" - ein Erbe aus der Zeit der sozialistischen Regierung unter Gordon Bajnai. Bei dieser Regelung wurden die Steuern von einem Betrag berechnet, der sich aus dem Bruttoeinkommen plus der Arbeitgeberabgabe zusammensetzt. Auf diese Weise zahlten Ungarn bis zu 40 Prozent Steuern. Seither dem Jahr 2011 wurden die Steuern jedoch stufenweise reduziert. Zuletzt betrug die Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer für den Teil des Einkommens über 202 ungarische Forint (ca. 700 Euro) pro Monat die um 27 Prozent erhöhte Summe des Bruttoeinkommens.

Steuerhöhe: 16 Prozent des Bruttoeinkommens

2013 ist diese 27prozentige Ergänzung der Steuerbemessungsgrundlage erloschen. Als Bemessungsgrundlage gilt das mit dem Arbeitnehmer vereinbarte Bruttoeinkommen. Der Steuersatz beträgt einheitlich 16 Prozent.

Höhe der monatlichen Naturalzuwendungen steigt.

Zu den weiteren Änderungen, die seit heuer gelten, zählt die Erhöhung des Gesundheitszuschusses. Dieser steigt für Naturalzuwendungen (Cafeteria Elemente) von bisher 10 Prozent auf 14 Prozent. Dieser ist vom Arbeitgeber zu bezahlen.
Der maximale Monatsbetrag der Erzsébet-Scheine, die im Rahmen der Naturalzuwendungen (Cafeteria) gesichert werden können, steigt von den bisherigen 5.000 ungarischen Forint (ca. 20 Euro) auf 8.000 ungarische Forint (ca. 30 Euro).

Nähere Informationen finden Sie unter www.tpa-horwath.at/de/publikationen/investieren-ungarn-2012

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