"Tributi Italia": Steuergeld für Luxusyachten statt Gemeinden

"Tributi Italia": Steuergeld für Luxusyachten statt Gemeinden

Eigentlich hätte das Steuergeld die Kassen italienischer Gemeinde auffüllen sollen. Verschwendung dachten sich fünf Mitarbeiter der Steuereinzugsgesellschaft "Tributi Italia" und investierten die eingehobenen Steuern lieber in Privatflugzeuge, Partys und Jachten.

In Italien sind am Mittwoch fünf Beamte einer Steuereinzugsgesellschaft mit dem Vorwurf des schweren Betrugs und der Bilanzfälschung verhaftet worden. Sie sollen rund 100 Millionen Euro an Steuergeldern unterschlagen haben, die sie im Auftrag von 400 italienischen Gemeinden kassierten. Damit sollen sie sich Privatflugzeuge, Partys und Jachten finanziert haben. Die Steuerpolizei in Genua nahm am Mittwoch den Geschäftsführer der Gesellschaft "Tributi Italia" und vier seiner engsten Mitarbeiter fest. Ermittlungen laufen auch gegen weitere vier Personen.

Die Untersuchung war von den ligurischen Justizbehörden in die Wege geleitet worden, nachdem mehrere Gemeinden "Tributi Italia" angezeigt hatten, weil sie die eingetrieben Steuern nicht kassiert hatten. Daraufhin wurde der Gesellschaft die Einzugslizenz entzogen. Sie musste daraufhin beim Gericht in Rom Insolvenz anmelden. Rund 1.000 Mitarbeiter der Gesellschaft wurden entlassen. Weitere Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt.

Mehrere Korruptionsskandale sorgen derzeit in Italien für Aufregung. Wegen der Veruntreuung von Parteigeldern war vergangene Woche die Präsidentin des Regionalparlaments der Region Lazio mit der Hauptstadt Rom, Renata Polverini, zurückgetreten worden. Der Skandal hatte vor allem die Mitte-rechts-Partei "Volk der Freiheit" um Ex-Premier Silvio Berlusconi erschüttert.

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