Die wichtigsten Steuertipps für Studenten & deren Eltern

Die wichtigsten Steuertipps für Studenten & deren Eltern

Wie berufstätige Studenten die Studiengebühr vermeiden, wie man sich als arbeitender Student Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge vom Fiskus zurückholt und wie die Eltern die höheren Kosten für ihre studierenden Sprösslinge teilweise steuerlich geltend machen können.

Mit diesen vier Tipps können Studenten Steuern sparen:

1. Wann erwerbstätige Studenten die Studiengebühr erlassen wird

Selbst wer länger studiert als die Mindeststudiendauer braucht, um sein Studium abzuschließen, kann auf eine Gnadenfrist hoffen und muss, wenn er es clever anstellt, keine Studiengebühr zahlen. Das funktioniert allerdings nur unter zwei Voraussetzungen: Die Mindeststudiendauer darf um höchstens zwei Toleranzsemester überschreitet werden und man muss in diesen zwei Semestern arbeiten. So ist die längere Studiendauer aus Sicht der Finanz nur gerechtfertigt, wenn die Extrazeit auch mit Arbeit verbracht wird. Die Studiengebühr für 2015 wird erlassen, wenn 2014 das Jahreseinkommen mindestens 5.534,34 Euro betragen hat. Zum Nachweis benötigt der Student einen Einkommensteuerbescheid bzw. eine Arbeitnehmer-Veranlagung. Um die Studiengebühr für das Jahr 2016 erlassen zu bekommen, beträgt die Einkommensgrenze im Jahr 2015 mindestens 5.683,72 Euro.

2. Wie man sich die Lohnsteuer wieder zurückholt

Bei Studenten, die als echte Dienstnehmer angestellt sind, muss das Unternehmen Lohnsteuer einbehalten, um diese an das Finanzamt abzuführen. Dies insbesondere dann, wenn das Bruttogehalt höher als 1.190 Euro pro Monat ist oder die Studenten nur tageweise beschäftigt sind.

Wolfgang Höfle, Steuerberater und Partner bei TPA Horwath : „In diesen Fällen sollten Sie versuchen, sich die Lohnsteuer nach Jahresende vom Finanzamt zurückzuholen.“ Auch dafür muss man eine Arbeitnehmerveranlagung machen. Zur Gänze bekommt man die einbehaltene Lohnsteuer allerdings nur dann zurück, wenn das Jahreseinkommen pro Kalenderjahr rund 12.000 Euro nicht übersteigt. Das Jahreseinkommen entspricht grob gesagt dem Bruttogehalt minus der Sozialversicherungsbeiträge.

3. Was man tun kann, wenn man trotz Niedrigeinkommen Sozialversicherung zahlt

Wer so wenig verdient, dass er keine Lohnsteuer, wohl aber Sozialversicherungsbeiträge abführen muss, kann sich 10 Prozent der bezahlten Sozialversicherungsbeiträge (maximal 110 Euro) mittels einer Steuererklärung als so genannte „Negativsteuer“ zurückholen.

4. Wie man mit Penderpauschale und Pendlerzuschlag bis zu 400 Euro erhalten kann

Studenten, denen für den Weg zur Arbeit sogar eine Pendlerpauschale zusteht, steht zusätzlich ein Pendlerzuschlag in Höhe von 290 Euro zu. Insgesamt kann man mit Negativsteuer und Pendlerzuschlag so bis zu 400 Euro gutgeschrieben bekommen.

So können Eltern von Studierenden die Steuerlast mindern:

1. Kinderfreibetrag geltend machen

Eltern studierender Kinder können in ihrer Steuererklärung den Kinderfreibetrag geltend machen, solange sie für das studierende Kind Familienbeihilfe beziehen.

2. Kosten für Kinder, die weiter weg studieren, werden ersetzt

Wenn im Einzugsgebiet des Wohnortes der Eltern (Entfernung muss größer als 80 Kilometer sein) keine entsprechende universitäre Ausbildung möglich ist und das Kind daher auswärts studieren muss, können die Kosten für die Aufwendungen für die Universitätsausbildung des Kindes als außergewöhnliche Belastung abgesetzt werden. Mehr als eine Pauschale von 110 Euro pro Monat kann allerdings nicht berücksichtigt werden. Die Pauschale gilt unabhängig vom tatsächlich entstandenen Mehraufwand. Der Bezug der Familienbeihilfe ist keine Voraussetzung, um den Freibetrag zu erhalten. Geringfügige eigene Einkünfte des Kindes sind nicht schädlich, wenn die Zuverdienstgrenze für den Bezug der Familienbeihilfe nicht überschritten wird.

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