Steuern: Größte Zuwächse bei Steuern auf Vermögen

Finanzminister Hans Jörg Schelling kann zufrieden sein. Die Steuereinnahmen liegen im Plan.

Finanzminister Hans Jörg Schelling kann zufrieden sein. Die Steuereinnahmen liegen im Plan.

Wenn sich Österreicher etwas Ersparen, hat der Staat seine Freude daran: Im ersten Halbjahr verzeichnete der Staat bei Einnahmen aus der Kapitalertragssteuer, Grunderwerbssteuer und Vermögenssteuer die höchsten Zuwächse. Wo der Staat vom Volksvermögen am meisten profitiert.

Das Budget ist weiter im Plan, die Konsumsteuern entwickeln sich verhaltener als die Lohnsteuer. Dieses Bild zeichnet der nun vorliegende Budgetvollzug für die Monate Jänner bis Juli 2015. Insgesamt nahm der Bund gemäß Finanzierungsrechnung im ersten Halbjahr rund 38,2 Milliarden Euro an Abgaben ein, was 4,6 Prozent mehr ist als im ersten Halbjahr 2014.

Rund 13 Milliarden davon brachte die Lohnsteuer, ein Plus von 4,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Volumen der Umsatzsteuer als größter Brocken unter den Verbrauchs- und Verkehrssteuern ist indes um 2,1 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro gestiegen. Einkommens- und Vermögenssteuern sorgten insgesamt für ein Plus von 6,9 Prozent auf 18,8 Milliarden; Verbrauchs- und Verkehrssteuern nahmen um 1,8 Prozent auf 18,6 Milliarden Euro zu.

Kapitalertragssteuer: Eine der Cashcows des Staates

Bewegung ist bei einigen Steuern zu erkennen, bei denen es mit der Steuerreform Änderungen geben soll. So stiegen die Einkünfte aus der Grunderwerbsteuer um 12,7 Prozent. Wenn die Bürger ihr Erspartes an den Kapitalmärkten ihr Geld riskieren oder einfach nur Sparen, hält auch der Staat die Hand auf. Im ersten Halbjahr jene aus Kapitalertragssteuern auf Zinsen um 41,7 Prozent. Die Kapitalertragssteuer mit Dividenden und Zinsen verzeichneten eine Steigerung von 31,7 Prozent.

Die erst kürzlich vom Verfassungsgerichtshof als verfassungskonform bestätigte Schaumweinsteuer hat bisher 9,8 Millionen Euro gebracht - das klingt nicht viel, ist aber um 8,8 Millionen oder beeindruckende 846 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2014. Auch die rauchenden Österreicher sorgen für Mehreinnahmen, nämlich plus vier Prozent Tabaksteuer (rund 850 Millionen Euro). Bei NOVA und Kfz-Steuer zeigen sich deutliche Rückgänge, bei der motorbezogenen Versicherungssteuer dagegen ein Zuwachs. Allerdings ist der monatliche Budgetvollzug nicht komplett aussagekräftig, da gewisse Steuersätze nicht monatlich eingehoben bzw. abgerechnet werden, womit Schwankungen auftreten.

So entwickelten sich die Steueereinnahmen im ersten Halbjahr:

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