Steuerhinterziehung: Gegen UBS-Kunden wird weiter ermittelt

Steuerhinterziehung: Gegen UBS-Kunden wird weiter ermittelt

Zahlreichen deutsche Kunden der Bank UBS stehen unter Verdacht, Kapitalerträge nicht versteuert zu haben. Das Geld soll überwiegend in Stiftungen stecken. Auslöser der Ermittlungen waren Daten auf einer CD mit Angaben über Geld von UBS-Kunden von mehr als 2,8 Milliarden Euro. Die deutschen Finanzbehörden hatten mehrere solcher Datenträger trotz harscher Kritik aus der Schweiz gekauft. Obwohl die Ermittlungen bereits im vergangenen Juli begonnen haben die Informationen zu durchforsten, lässt die Bochumer Staatsanwaltschaft nicht locker. Die Bank wird der Beihilfe bezichtigt.

Ein Vergleich könnte mehrere Hundert Millionen Franken kosten

Ein Ende der Ermittlungen ist laut den Staatsanwälten nicht in Sicht. Die Anklagebehörde stehe zwar generell in Kontakt mit Rechtsvertretern der Bank, sagte der Bochumer Oberstaatsanwalt Norbert Salamon am Mittwoch. "Es ist aber zu früh, um über einen Verfahrensabschluss nachzudenken", betonte er zugleich. Der Schweizer "Tagesanzeiger" hatte zuvor berichtet, die UBS sei bereit, mit der Staatsanwaltschaft eine Lösung für einen Vergleich auszuarbeiten. "Im Fall UBS geht es dem Vernehmen nach um mehrere Hundert Millionen Franken", schrieb das Blatt.

Die deutschen Töchter der Schweizer Großbank waren im vergangenen Juli im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung Ziel von Razzien. Die dabei federführende Staatsanwaltschaft Bochum hatte erklärt, es gebe Verfahren gegen Kunden der Bank. Diese deutschen Steuerpflichtigen stünden im Verdacht, Kapitalerträge aus Stiftungen nicht versteuert zu haben.

Andere Schweizer Banken hatten sich bereits auf Vergleiche eingelassen, um den Vorwurf der Beihilfe zur Steuerhinterziehung vom Tisch zu bekommen.

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