Steuerhinterzieher stürmten 2013 die Finanzämter

Steuerhinterzieher stürmten 2013 die Finanzämter

Das Ausmaß der Steuerhinterziehung alleine in Deutschland wird immer deutlicher. Im Vorjahr schnellte dort die Zahl der Selbstanzeigen auf 25.000 hoch. Seit die erste Steuer-CD zahlreiche Steuerhinterzieher ans Licht brachte und die Selbstanzeigen ins Rollen brachte, wurden in Deutschland 3,5 Milliarden Euro nachversteuert.

Die Zahl der Steuer-Selbstanzeigen in Deutschland hat sich nach eine Umfrage der "Süddeutschen Zeitung" 2013 auf fast 25.000 verdreifacht. Allein in Baden-Württemberg gingen demnach bis kurz vor Jahresende 6.080 Selbstanzeigen ein, in Nordrhein-Westfalen 4.257, in Bayern 3.900.

3,5 Milliarden Euro wurden bisher nachversteuert

Prominentester Fall war der des FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß, nach dessen Bekanntwerden im April die Zahl der Selbstbezichtigungen vielerorts in die Höhe geschnellt war. Die Einnahmen aus nachversteuerten Einkünften, die allerdings teilweise aus Anzeigen früherer Jahre resultieren, summierten sich auf rund 3,5 Mrd. Euro. Seit dem Kauf der ersten Schweizer Steuer-CD im Februar 2010 verbuchten die Länder laut "SZ" mehr als 60.000 Selbstanzeigen.

Angesichts solcher Zahlen hält das Gros der deutschen Länder die Selbstanzeige weiter für ein gutes Instrument, obwohl es sie so in keinem anderen Bereich des Strafrechts gibt. Allerdings wollen die Länder die Kriterien für die Straffreiheit verschärfen. Der rheinland-pfälzische Ressortchef Carsten Kühl (SPD) empfahl in der Zeitung, nur noch solche Betroffenen zu schonen, die alle Versäumnisse der vorangegangenen zehn Jahre aufdecken. Bisher liegt diese Grenze dem Bericht zufolge im Regelfall bei fünf Jahren.

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