Staatseinnahmen explodieren: 48 Milliarden Euro pro Jahr für Sozialversicherungsbeiträge

Die Ökonomen von Agenda Austria rechnen vor: Bei einem Monatseinkommen von 1500 Euro brutto werden im Jahr 8113,50 Euro an Sozialversicherungsbeiträgen fällig und knapp 1132 Euro an Lohnsteuer. Die Staatseinnahmen steigen derzeit dreimal so schnell als das allgemeine Preisniveau. Spitzensteuersatz deutlich höher als etwa in Deutschland. Ab 60.000 Euro Einkommen, kassiert der Staat die Hälfte.

Staatseinnahmen explodieren: 48 Milliarden Euro pro Jahr für Sozialversicherungsbeiträge

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sind die Einnahmen aus der Lohnsteuer um 5,6 Prozent nach oben geschnellt. Doch nicht nur die Abgaben auf den Faktor Arbeit sind auf Rekordkurs, sondern die Staatseinnahmen generell: Von Jänner bis Juni hat die öffentliche Hand um 5,2 Prozent mehr kassiert als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Staatsausgaben steigen fast genauso schnell wie Einnahmen

Damit steigen die Einnahmen des Bundes mehr als dreimal so schnell wie das allgemeine Preisniveau. "Wer nun meinen sollte, dass angesichts dessen ja vielleicht doch wieder einmal ein ausgeglichener Staatshaushalt rausschauen könnte, irrt. Die Ausgaben des Staates liegen ebenfalls auf Rekordniveau, sie steigen fast genauso schnell wie die Einnahmen", erklärt Franz Schellhorn, Direktor von Agenda Austria.

Überdurchschnittlich hoher Spitzensteuersatz

Der Eingangssteuersatz ist hoch wie in kaum einem anderen Land und der Spitzensteuersatz greift viel zu früh. Laut Angaben von Agenda Austria kassiert Österreichs Regierung bereits ab 60.000 Euro die Hälfte der Arbeitseinkommen, während in Deutschland erst ab 250.000 Euro 45 Prozent fällig werden.

Schellhorn: "Zu überlegen ist natürlich auch, ob die Sozialversicherungen bei den beiden Kammern gut aufgehoben sind. Immerhin haben sie sich unter deren Führung zur größten Abgabenlast für die österreichische Bevölkerung entwickelt."