Schweiz überlegt Abschaffung von Steuererleichterungen für ausländische Unternehmen

Schweiz überlegt Abschaffung von Steuererleichterungen für ausländische Unternehmen

Mit Änderungen in der Unternehmensbesteuerung will die Schweiz einen wichtigen Streitpunkt mit der EU beilegen. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf schägt die Abschaffung von Steuererleichterungen vor, mit denen das Land Tausende von ausländischer Konzernen wie Ebay oder Glencore anlockt.

Die EU-Kommission stört sich daran, dass ausländische Unternehmen in der Schweiz teilweise geringer besteuert werden als die einheimischen Firmen und hat der Schweiz bis zum 21. Juni Zeit gegeben, um eine Alternative vorzulegen. Andernfalls drohen Sanktionen. Die Schweiz befindet sich aber in einem Dilemma; gibt sie die Steuererleichterungen einfach auf, verliert sie an Wettbewerbsfähigkeit. Viele ausländische Gesellschaften dürften abwandern und tiefe Löcher in der Staatskasse hinterlassen.

Nach dem nun vorgestellten Reformvorschlag sollen bestehende Sonderregelungen aufgeben werden und neuen Erleichterungen für Unternehmen weichen, die auch in EU-Ländern angewandt werden. Dabei geht es vor allem um eine niedrigere Besteuerung von Erträgen aus Patenten. Zudem werden allgemein niedrigere Gewinnsteuersätze vorgeschlagen.

Nach Konsultationen mit der EU will die Finanzministerin dem Kabinett im Herbst 2013 einen detaillierten Bericht vorlegen und ihn mit den betroffenen Ministerien beraten. Die Umsetzung dürfte danach mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Fruchtgenussrecht: So sichern Sie sich Einfluss und Einnahmen

Steuertipps

Fruchtgenussrecht: So sichern Sie sich Einfluss und Einnahmen

Zehn Tipps für den Steuerausgleich

Steuern

Zehn Tipps für den Steuerausgleich

Start-ups

Steuern sparen für Anfänger: Zehn Tipps für Start-ups