Schneller zur Hauptwohnsitzbefreiung

Schneller zur Hauptwohnsitzbefreiung

Oft werden Häuser oder Wohnungen, die man erworben hat, erst gebaut. Bis man einziehen kann, dauert es nicht selten ein Jahr und mehr. Bisher wurde man jedoch erst nach zwei Jahren dauernder Nutzung als Hauptwohnsitz von der Immobilienertragssteuer befreit. Nun wurde die Wartezeit verkürzt.

Grundsätzlich sind Grund und Boden von der Immobilienertragsteuer befreit, wenn sie entweder von der Anschaffung oder der Herstellung bis zur Veräußerung für mindestens zwei Jahre durchgehend als Hauptwohnsitz oder zumindest fünf Jahre innerhalb der letzten zehn Jahre vor der Veräußerung.

Doch im Dezember 2014 hat der Gesetzgeber die Hauptwohnsitzbefreiung ausgeweitet. Karin Fuhrmann, Steuerexpertin der TPA Horwath: „So hat speziell die Vorschrift, dass eine Immobilie mindestens zwei Jahre als Hauptwohnsitz dienen muss, Probleme geschaffen.“ Wird nämlich ein Eigenheim errichtet und ist die Eigentumswohnung noch in Bau und ist nach der Anschaffung erst nicht selten mehr als ein Jahr später beziehbar, ist bisher die Hauptwohnsitzbefreiung meist nicht durchgegangen. Begründung: Der Einzug erfolgte nicht in zeitlichem Zusammenhang mit der Anschaffung.

Befreiung von Immobilienertragssteuer auf Grund und Boden ausgedehnt

Für Häuselbauer, die unbebauten Grund und Boden anschaffen und meist erst später das Eigenheim errichten, gilt nun, dass die mindestens zweijährige Nutzung als Hauptwohnsitz erst mit Fertigstellung des Gebäudes beginnt. Bei einem späteren Verkauf gilt die Immobiliensteuerbefreiung nun nicht nur für das Gebäude, sondern auch für Grund und Boden.
Für das Gebäude hätte ohnehin die Herstellerbefreiung gegolten, die aber nicht den Grund und Boden umfasst. Gleiches gilt künftig auch für eine in Bau befindlichen Eigentumswohnungen.

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