Ranghoher Ex-UBS-Banker kommt mit Bewährung davon

Ranghoher Ex-UBS-Banker kommt mit Bewährung davon

Die US-Justiz erspart dem Ex-UBS-Mannn Martin Lack, eine Gefängnisstrafe. In einem Steuerbetrugsfall verurteilte ein Bezirksrichter in Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida den Schweizer zu fünf Jahren auf Bewährung. Der Richter folgte am Dienstag damit dem Antrag der Anklage.

Lack hatte gestanden während 17 Jahren US-Steuersünder betreut und unter anderem geholfen zu haben, Konten von der UBS zur Basler Kantonalbank zu verschieben. Zudem riet er Kunden von einer Selbstanzeigen ab.

Für den Banker dürfte aber gesprochen haben, dass er sich schuldig bekannt hatte und mit den Behörden kooperiert. Der Schweizer muss auch eine Buße von 7.500 Dollar (5.499,34 Euro) bezahlen.

Der Banker hatte zwischen den frühen 1990er-Jahren und 2003 bei der UBS gearbeitet und danach seine eigene Anlagefirma gegründet. 2011 wurde er angeklagt. Die Behörden warfen ihm vor, Amerikanern bei der Eröffnung und Führung von geheimen Konten bei der UBS und einer Schweizer Kantonalbank geholfen und damit den Staat betrogen zu haben.

Nach seiner Verurteilung darf der Banker in die Schweiz zurückkehren. Dem Urteil zufolge muss er aber während seiner fünfjährigen Bewährung einmal pro Jahr in den USA erscheinen.

Ex-Wealth-Management-Boss von UBS mit Fussfessel in den USA

Weniger gut geht es dem Ex-Wealth-Managent-Chef der UBS. Raoul Weils sitzt seit seiner Auslieferung von Italien in die USA in einem Haus in New Jersey mit einer Fussfessel. Er ist angeklagt wegen Beilhilfe zur Steuerverhinderung angeklagt. Sein Strafprozess beginnt Mitte Oktober in Florida.

Die US-Behörden machen seit Jahren Jagd auf Schweizer Institute und Banker. Das erste Ziel war die Großbank UBS, die sich 2009 mit der Zahlung von 780 Mio. Dollar (571,93 Mio. Euro) und der Lieferung von rund 4.500 Kundennamen von einer Strafverfolgung freikaufte. Die Behörden sind inzwischen gegen Dutzende von Steuersündern, deren Berater und mehrere Banken vorgegangen. Zuletzt musste Credit Suisse eine Buße von 2,8 Mrd. Dollar (2,05 Mrd. Euro) bezahlen und ein Schuldeingeständnis ablegen

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