Preisgeld für eigene Leistung steuerfrei

Preisgeld für Auszeichnungen eigener Leistungen wie Journalistenpreise müssen nicht versteuert werden. Zu dieser Erkenntnis ist nun die Wiener Außenstelle des Unabhängigen Finanzsenats (UFS) gekommen, nachdem ein Journalist einen gegenteiligen Steuerbescheid erhalten hatte.

Preisgeld für eigene Leistung steuerfrei

Florian Klenk, Chefredakteur des Falter, war sowohl für seine Verdienste als investigative Berichterstatter mit dem Alfred-Worm-Preis als auch mit dem für „Writing for CEE“ von der Austria Presse Agentur (Apa) ausgezeichnet worden. Das Finanzamt behandelte das Preisgeld in weiterer Folge als Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit. Doch nach einer Beschwerde des Journalisten gab der Finanzsenat der Beschwerde des Journalisten nun statt.

Dem zufolge richtet sich die Steuerpflicht danach, ob eine Auszeichnung vorliegt, bei der in der Zeit zwischen der Auszeichnung und dem Preis kein Leistungsaustausch stattgefunden hat. Ein Leistungsaustausch würde vorliegen, wenn beispielsweise das Preisgeld als Entlohnung für eine erbrachte Leistung gilt, etwa ein Entwurf eines Architekten, anlässlich eines Wettbewerbs. Auch wenn eine einseitige Bereicherung vorliegt, verlangt die Finanz entsprechende Abgaben.

Der Senat ist mit dieser aktuellen Entscheidung nicht mehr auf einer Linie mit den Einkommenssteuerrichtlinien. Diesen Richtlinien zufolge sind etwa Literatur- oder Journalistenpreise nur „in Würdigung des gesamten Werken“ steuerfrei.