OECD-Studie: Durchschnittsverdiener zahlt in Österreich 49,1 Prozent Steuern

OECD-Studie: Durchschnittsverdiener zahlt in Österreich 49,1 Prozent Steuern

Die Industrieländerorganisation OECD hat am Mittwoch ihre aktuelle Studie zum Lohnsteuersystem der Mitgliedsstaaten vorgelegt. Am für Österreich wenig schmeichelhaften Ranking hat sich gegenüber den bereits im April vorab veröffentlichten Zahlen nichts geändert: Die Abgabenbelastung eines Durchschnittsverdieners liegt mit 49,1 Prozent im absoluten Spitzenfeld.

Für einen durchschnittlich verdienenden österreichischen Single lag die Abgabenbelastung (also Steuern und Sozialabgaben inklusive Arbeitnehmerbeiträge abzüglich Sozialtransfers) im Vorjahr bei 49,1 Prozent. Damit liegt Österreich an dritter Stelle von 34 untersuchten Ländern hinter Belgien und Deutschland. Berücksichtigt man auch Pflichtbeiträge für Privatversicherungen, dann bleibt auch Holländern und Italienern weniger Netto vom Brutto als den Österreichern. Österreich liegt hier an fünfter Stelle.

Bei Familien liegt die Abgabenbelastung (wegen der höheren Sozialtransfers) zwar deutlich unter den Singles, im internationalen Vergleich aber trotzdem im Spitzenfeld.

Ablesen lässt sich aus den OECD-Zahlen auch der Effekt der "kalten Progression". Für den durchschnittlichen österreichischen Arbeitnehmer hat OECD nämlich errechnet, dass im Vorjahr von einem Brutto-Gehaltsplus von 2,4 Prozent abzüglich Inflation (2 Prozent) und Steuern (0,4 Prozent) de facto nichts übrig geblieben ist.

Auch der Effekt der Lohnsteuersenkung 2009 ist damit mittlerweile wieder verpufft. Denn die von der OECD berechnete Abgabenbelastung eines durchschnittlichen österreichischen Arbeitnehmers ist 2009 zwar von 49 auf 47,9 Prozent gesunken, aber seither (Stand 2013) wieder auf besagte 49,1 Prozent gestiegen.

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