OECD gibt G8 Nachhilfe bei Steuerflucht-Bekämpfung

OECD gibt G8 Nachhilfe bei Steuerflucht-Bekämpfung

In einem auf Bitten der G8-Staaten erstellten Bericht hob die OECD am Dienstag hervor, unter bestimmten Voraussetzungen sei ein verstärkter Informationsaustausch über sogenannte Steueroasen schnell umsetzbar.

Dazu müssten die einzelnen Länder eine umfassende und möglichst einheitliche Rahmengesetzgebung beschließen, auf deren Grundlage schnell bilaterale Abkommen über den Informationsaustausch ausgehandelt werden könnten.

"Die Steuerflucht in Offshore-Domizile ist eine globale Angelegenheit, die globale Lösungen erfordert", hob der in Paris vorgestellte Bericht hervor. Wenn die Länder nicht an einem Strang zögen, werde das Problem "einfach verlagert anstatt gelöst". Die OECD rief die internationalen Entscheidungsträger außerdem dazu auf, im Kampf gegen Steuerbetrug nicht nur Bankkonten ins Visier zu nehmen. Anderenfalls würden verstärkt andere Anlagemöglichkeiten wie etwa Stiftungen für den Steuerbetrug genutzt. Zudem müsse klar ausformuliert werden, mit welchen Maßnahmen Banken Steuerbetrug vorbeugen müssten.

Bei dem am Montag begonnenen G-8-Gipfel will der Gastgeber, der britische Premierminister David Cameron, auf einen Durchbruch für eine bessere internationale Bekämpfung von Steuerhinterziehung hinarbeiten. Auch Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Montag gesagt, sie erwarte "ein klares Signal" in diese Richtung. Die Veröffentlichung umfangreicher Daten zu Steueroasen in den vergangenen Wochen hatte den Handlungsdruck zusätzlich erhöht.

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