Neue Kfz-Steuer verteuert Versicherung um bis zu 30 Prozent

Neue Kfz-Steuer verteuert Versicherung um bis zu 30 Prozent

Autofahren wird ab 1. März teurer, und zwar praktisch für alle. Nach Berechnungen des Tarifvergleichsportals durchblicker.at, auf Basis der derzeit in Begutachtung befindlichen neuen Regierungspläne, wird demnach die motorbezogene Versicherungssteuer zwischen 13 bis 30 Prozent angehoben werden.

Betroffen sind nicht nur Besitzer großer Geländewagen oder Luxuslimousinen, sondern praktisch alle. Das Vergleichsportal durchblicker.at hat den Begutachtungsentwurf des Finanzministeriums analysiert: Demnach werden selbst Besitzer eines Kleinwagens (z.B VW Polo, Skoda Fabia, Toyota Yaris, usw.) bei 25 bis 90 KW Motorleistung jährlich mit 13 Prozent mehr Kfz-Steuer belastet werden.

"Alle zahlen mehr, und das dauerhaft"

„Zwar kommen neue Kleinwagen gleichzeitig bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA) günstiger weg. Die wird aber nur beim Neukauf oder Import eines Fahrzeuges fällig. Die Anhebung der motorbezogenen Versicherungssteuer dagegen wird alle Autobesitzer treffen, egal ob Groß- oder Kleinwagen und egal, ob es sich um einen neuen oder bestehenden Kfz-Versicherungsvertrag handelt. Ab 1.3. zahlen hier – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß – alle mehr, und das dauerhaft“, sagt Reinhold Baudisch von durchblicker.at.

Bei kleineren und mittleren Autos steigt die Kfz-Steuer um rund 14 Prozent

Der jetzige Begutachtungsentwurf sieht vor, dass die ersten 24 Kilowatt (kW) Motorleistung wie bisher unbesteuert bleiben. Für Autos bis 90 KW sind für jedes weitere kW ab 1. März pro Monat 7 Cent mehr als bisher zu bezahlen, für Autos bis 110 KW für die weiteren 20 kW jeweils 11 Cent zusätzlich, und darüber hinaus dann für jedes weitere kW zusätzlich 20 Cent.

Für die Mehrheit der Fahrzeugbesitzer wird die Steueranhebung damit bei jährlicher Zahlung der Versicherungsprämie bei rund 13 bis 14 Prozent liegen. Für einen Volkswagen Golf Comfortline 1,4 (55 kW) fällt etwa künftig eine motorbezogene Versicherungssteuer von 230,64 Euro an, das sind 26,04 Euro mehr als bisher. Für einen Audi A4 1.9 TDI (85 kW) steigt die jährliche Steuerlast um 51,24 Euro auf 453,84 Euro, für einen BMW 320td compact (110 KW) um 81,84 Euro auf 649,44 Euro.

Bei größerer Motorisierung steigt die Versicherung um 20 bis 30 Prozent

Besitzer von Autos mit stärkeren Motorisierungen müssen dagegen bei der Kfz-Steuer in Zukunft um 20 bis 30 Prozent tiefer in die Tasche greifen: Selbst ein umweltfreundlicherer Mercedes S 300 BlueTEC HYBRID wird bei einer Leistung von 170 KW künftig mit 1.189,44 Euro um 239,39 Euro oder 23% höher als bisher besteuert werden. Für einen Range Rover SDV8 mit 250 kW zahlt man ab 1. März 1.909,44 Euro Versicherungssteuer, eine Kostensteigerung von 417,84 Euro oder 28%.

Weitere Infos und individuelle Berechnungen für das jeweilige Modell unter durchblicker.at

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