Liechtenstein-Steuerabkommen: Rollt nun die erste Welle der Selbstanzeigen?

Liechtenstein-Steuerabkommen: Rollt nun die erste Welle der Selbstanzeigen?

Das Steuerabkommen zwischen Österreichs und Liechtenstein ist seit dem 1. Jänner in Kraft. Wann man aber das erste Geld von reuigen Steuerstündern bekommt, ist noch nicht absehbar.

Es wäre "unseriös", darüber eine Voraussage zu treffen, meint Liechtensteins Regierunschef Adrian Hasler bei einem Treffen mit Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP). Spindeleggers Vorgängerin Maria Fekter hat vor einem Jahr gemeint, dass sie ab Mitte 2014 einmalig einige hundert Millionen Euro erwarte. "Wir rechnen sehr wohl heuer mit den ersten Zahlungen", sagte eine Sprecherin Spindeleggers heute.

Bis Ende Mai können sich Steuersünder noch zwischen zwei Varianten entscheiden. Entweder sie machen eine strafbefreiende Selbstanzeige oder geben bekannt, wie viel Geld sie im Fürstentum gehortet haben. Auf das Vermögen zahlen sie dann Steuern.

Bleiben sie anonym, kommen die Zahlungen direkt aus Liechtenstein: Die Bank zieht vom angelegten Pauschalbetrag zwischen 15 und 30 Prozent ab und überführt die Summe nach Österreich. Wer sich bis Mai nicht entscheiden hat, muss die Pauschale zahlen.

Auch Stiftungen und Trust betroffen

Das Steuerabkommen umfasst neben Bankvermögen auch Mittel in Stiftungen und Trusts, die von Treuhändern aus dem Fürstentum verwaltet wird, auch wenn es möglicherweise in einem anderen Land veranlagt ist. Außerdem wurde eine niedrigere Eingangsbesteuerung von Liechtensteiner Stiftungen beschlossen.

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