Italien verschärft Kampf gegen Steuerhinterziehung

Italien verschärft Kampf gegen Steuerhinterziehung

Die italienischen Behörden starteten auch eine großangelegte Offensive gegen Schwarzarbeit und Produktpiraterie.

19.250 schwarz beschäftigte Arbeitnehmer wurden seit Jänner 2013 entdeckt. Dabei handelt es sich mehrheitlich um illegale Migranten, die in prekären Situationen und unterbezahlt arbeiten mussten. 3.233 Arbeitgeber wurden angezeigt.

Die Steuerpolizei beschlagnahmte in ganz Italien 64 Millionen gefälschte Waren. Über 5.000 Personen wurden wegen Produktpiraterie angezeigt, 50 von ihnen wurden verhaftet. 6500 Kontrollen wurden in ganz Italien zur Bekämpfung der florierenden Produktpiraterie durchgeführt. 27 Millionen gefährliche Produkte wurden aus dem Handel genommen. Damit konnte der organisierten Kriminalität, die den Markt der Produktpiraterie kontrolliert, Schäden in Höhe von 700 Millionen Euro zugefügt werden.

In Italien ist seit 2004 ein Gesetz in Kraft, das Strafen bis zu drei Jahren Haft für Fälscher von CDs, Videos, Softwareprogrammen und Smartcards für digitale Pay-TV-Sender vorsieht. Wer von Straßenhändlern gefälschte CDs kauft, kann wegen Hehlerei angezeigt werden. Die Hälfte der in Italien verwendeten Smartcards für Pay-TV-Sender sind gefälscht.

Fast ein Viertel der CDs, die in Italien hergestellt werden, sind Raubkopien. Italien erweist sich somit in Sachen Produktpiraterie als europäischer Spitzenreiter. Italienische Hochburg der Fälscher, die oft Verbindungen zur Mafia haben, ist Neapel.

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