Griechenland: Jedes zweite Unternehmen betrügt bei der Steuer

Griechenland: Jedes zweite Unternehmen betrügt bei der Steuer

Griechenland bekommt die Steuerhinterziehung trotz verstärkter Kontrollen der Steuerfahnder nicht in den Griff. Besonders in Touristengebieten sind Restaurants, Bars und Nachtclubs zahlungsunwillig.

Die griechische Steuerfahndung (SDOE) zieht eine ernüchternde Bilanz: Fast jedes zweite griechische Unternehmen betrügt demnach den Fiskus. Besonders in den Touristenzentren der Ägäis gibt es zahlreiche Steuersünder. Auf Rhodos, Kreta, Santorin oder Mykonos häuften sich laut SDOE die Betrugsfälle besonders.

1.465 Restaurants, Bars und Clubs geprüft

Die Beamten überprüften in der Zeit vom 25. Juli bis 5. August dieses Jahres 1.465 Restaurants, Bars und Nachtclubs auf zahlreichen Inseln und in wichtigen Tourismuszentren auf dem Festland. In knapp der Hälfte der kontrollierten Lokale (731) wurden Unregelmäßigkeiten festgestellt. In den meisten Fällen gaben die Inhaber keine Quittungen aus. Sie kassierten zwar die Mehrwertsteuer, steckten sie aber in die eigene Tasche.

Zwölf Unternehmen mussten als Strafe kurzzeitig schließen

Nach Angaben des Finanzministeriums wurden in diesem Sommer bislang zwölf Unternehmen als Strafe für Steuerhinterziehung für einen Monat geschlossen. Weitere 14 Schließungen würden in den nächsten Tagen verhängt. Finanzminister Ioannis Stournaras sprach am Freitag im Fernsehen von einem "Feldzug" der Fahnder gegen die Steuerhinterziehung.

Im Verlauf der vergangenen drei Jahre sind die Steuern in Griechenland wegen des Sparprogramms der Regierung, das sie im Gegenzug für internationale Finanzhilfe umsetzt, immer wieder erhöht worden.

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