FTT dank freiwilligem Bündnis

FTT dank freiwilligem Bündnis

Die geplante Finanztransaktionssteuer scheint eine gute Einnahmequelle für die Bundesrepublik Deutschland zu werden. Bis zu 45 Milliarden Euro könnten dadurch zusätzlich ins Säckel fließen. Nicht nur in Deutschland ist diese Steuer geplant, auch Österreich will sie einführen.

Privatanleger können aufatmen: Wie bei Financescout24 zu lesen ist, sind Privatanleger kaum von der Steuer betroffen. Wer sich über die Börse um seine Altersvorsorge kümmert, muss daher nicht befürchten, dass sein Gewinn sich wesentlich verkleinert.

Beim Kauf oder Verkauf von Anleihen oder Aktien entsteht eine Finanztransaktionssteuer (FTT) in Höhe von 0,1 Prozent des Kaufpreises. Bei Options-, Tausch- oder Termingeschäften liegt der Satz sogar nur bei 0,01 Prozent. Im alltäglichen Leben fallen eher Aktionen wie Überweisungen, der Abschluss oder die Auszahlung einer Lebensversicherung sowie Kreditaufnahmen an. Hier kommt die geplante Steuer nicht zum Tragen.

Für den Privatanleger ist es eher wichtig zu wissen, dass bei Aktienkäufen oder Verkäufen aus dem Depot Beiträge fällig sind. Allerdings ist es generell ratsam, Aktien möglichst wenig zu bewegen, um Kursschwankungen abzufangen. Von daher sind die entstehenden Summen durch den Aufschlag, der durch die Besteuerung entsteht, eher gering.

Wer hingegen häufig und viel kauft, muss sehen, ob sich der Handel an der Börse für ihn noch lohnt. Es kann dann unter Umständen sinnvoller sein, professionell in Ländern Aktienhandel zu betreiben, in denen die Steuer nicht fällig ist.

Bisher keine Einigung erreicht

Bei der Finanztransaktionssteuer handelt es sich um eine Steuer, die bei Transaktionen im Finanzbereich fällig werden soll. Seit 2007 ist die Einführung dieser Steuer innerhalb der Europäischen Union im Gespräch.

Allerdings kam es bisher nicht zu einer Einführung, weil sich die beteiligten EU-Länder nicht einigten. Vor allem Länder wie Großbritannien, in denen der Finanzsektor einen wesentlichen Anteil am Wirtschaftsvolumen ausmacht, fürchten große Umsatzeinbrüche.

Mittlerweile gibt es allerdings in einigen Ländern eine eigene Steuerform, die sie unabhängig von der Finanztransaktionssteuer ins Leben gerufen haben. Frankreich, Irland oder Belgien sind beispielsweise Länder, die diesen Weg gegangen sind.

Nicht nur für Deutschland würde es sich lohnen, die Transaktionssteuer einzuführen. Italien könnte dadurch zusätzliche Einnahmen in Höhe von bis zu sechs Milliarden Euro erreichen, in Frankreich kämen sogar ungefähr 36 Milliarden Euro zusammen.

Frankreich lenkt ein

Vor allem Frankreich sperrte sich bisher gegen die Einführung der FTT. Es wollte Termin – und Optionsgeschäfte von der Steuer ausnehmen und sie nur auf den Aktienhandel beschränken. Dadurch entstand heftige Kritik der italienischen Regierung. Anfang Januar lenkte der französische Präsident Francois Hollande schließlich ein und befürwortete eine „breitestmögliche Bemessungsgrundlage“.

Nun scheint Bewegung in die schleppenden Verhandlungen zu kommen. Dies geschieht durch die Bildung eines freiwilligen Bündnisses, dem sich verschiedene EU-Staaten anschließen wollen. Neben Österreich nehmen daran Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Estland, Slowenien, Slowakei und Portugal teil.

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