Französische Bankenaufsicht brummt UBS Geldbuße auf

Französische Bankenaufsicht brummt UBS Geldbuße auf

Die französischen Behörden gehen weiterhin Steuerhinterziehungsvorwürfen gegen die Schweizer Großbank UBS nach. Die Bankenaufsicht ACP brummte der französischen UBS-Niederlassung ein Bußgeld von zehn Millionen Euro auf: Die Bank habe in früheren Jahren Produkte nicht ausreichend überwacht, die sich für Steuerhinterziehung eignen.

Auf Warnungen im Jahr 2007 habe die Bank zunächst nicht reagiert und erst 18 Monate später die Kontrollen verschärft, teilte die ACP am Mittwoch mit. UBS erklärte, sie begrüße es, dass die ACP die zusätzlichen Maßnahmen anerkenne, die die Bank seit 2009 umgesetzt habe. UBS bestreite "mehrere durch die Sanktionskommission erhobene Vorwürfe" und prüfe, ob sie Berufung einlegen werde.

Die französische Niederlassung, aber auch die Schweizer Muttergesellschaft, sind seit längerem im Visier der französischen Behörden, die ihnen gesetzeswidrige Vertriebspraktiken vorwerfen. UBS-Mitarbeiter sollen reichen Franzosen Anlagemöglichkeiten angeboten haben, die nach Ansicht der Behörden der Steuerhinterziehung dienen sollten. In der fraglichen Zeit habe sich die Bank nicht ausreichend darum gekümmert, wie Angestellte ihren grenzüberschreitenden Aktivitäten nachgingen, erklärte die ACP weiter.

Seit Anfang Juni hat das UBS-Mutterhaus bei den französischen Behörden in der Steuersache den Status eines "betreuten Zeugen". Laut Experten gilt das als mögliche Vorstufe eines Ermittlungsverfahrens. Es bedeutet, dass ein Zeuge von seinem Anwalt begleitet werden muss, wenn er von den Behörden befragt wird.

UBS toleriere keinerlei Aktivitäten, die dazu dienen, Kunden bei der Umgehung der Steuerpflicht zu unterstützen, erklärte UBS weiter. UBS France stehe seit 2012 unter neuer Führung.

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