Firmensteuern sinken seit Jahren kontinuierlich

Der Abgabensatz für Unternehmen liegt in der Eurozone bei 26,5 Prozent. Im Jahr 2000 betrug die Steuerquote im Schnitt noch 31,9 Prozent. Nun ist der Abwärtstrend nach Ansicht von Philip Kermode, Steuerexperte der EU-Kommission, aber gestoppt.

Firmensteuern sinken seit Jahren kontinuierlich

Firmen werden weit weniger besteuert als Arbeit. Von 2012 auf 2013 steigen zwar die Körperschaftssteuern in der EU leicht auf 23,5 nach 23,4 Prozent. Der Abgabensatz für Unternehmen liegt damit aber deutlich unter dem Niveau von 2000 - damals waren es 31,9 Prozent in der EU und 34,4 Prozent in der Eurozone (2013: 26,5 Prozent). Österreich hatte die KöSt 2005 unter Finanzminister Karl-Heinz Grasser von 34 auf 25 Prozent gesenkt. Hierzulande gilt seit damals auch die sogenannte Gruppenbesteuerung: Konzerne können Verluste im Ausland mit Gewinnen im Inland gegenrechnen und so ihre Steuerlast mindern. Österreich ist damit eines der wenigen EU-Länder, in denen das erlaubt ist, stellt die EU-Kommission in ihrem Bericht fest.

Durch Ausdrucknung der Steueroasen steigen die Steuereinnahmen

Der seit den 1990er Jahren anhaltende Abwärtstrends bei der Unternehmensbesteuerung scheint vorerst gestoppt, konstatierte am Montag Philip Kermode, Steuerexperte der EU-Kommission. Zu verdanken ist das auch den weltweiten Bestrebungen, Steueroasen trockenzulegen und auch Großkonzerne in die Pflicht zu nehmen.

Heuer werden Unternehmenseinkommen in Frankreich mit 36,1 Prozent am höchsten besteuert, gefolgt von Malta (35,0 Prozent) und Belgien (34,0 Prozent). Die niedrigsten Sätze verzeichnen Bulgarien und Zypern (je 10 Prozent) sowie Irland (12,5 Prozent).