Einkommen in Österreich überdurchschnittlich hoch besteuert

Österreicher zahlen laut einer Studie der OECD im Schnitt 42,1 Prozent Steuern. Das ist im EU-Vergleich überdurchschnittlich hoch. Bei Sozialversicherungsbeiträgen ist unser Land sogar Spitzenreiter. Die Schweiz, die deutlich weniger Steuern einhebt, hängte Österreich in den vergangenen Jahren beim BIP-Wachstum deutlich ab.

Einkommen in Österreich überdurchschnittlich hoch besteuert

Österreich rangiert damit auf Rang acht von 27 von der OECD ausgewerteten Ländern. Die insgesamt höchste Steuerquote hat demnach Dänemark, wo fast die Hälfte der Wirtschaftsleistung (48,1 Prozent) an den Staat abgeführt wird. Dahinter folgen Schweden, Frankreich und Belgien mit je rund 44 Prozent.

Für Lohn- und Umsatzsteuer zahlen wir knapp 24 Prozent Steuern

Größte Posten im österreichischen Staatshaushalt sind mittlerweile die Sozialversicherungsbeiträge (14,5 Prozent des BIP), danach folgen Lohn- und Einkommenssteuern (12,2) sowie die Umsatzsteuern (11,7 Prozent des BIP). Auf Lohnsummensteuern (Beitrag zum Familienfonds, Kommunalsteuer) entfallen 2,9 Prozent des BIP.

Schweiz steigert BIP dank niedriger Steuern massiv

Wesentlich mehr bleibt da auch den Schweizern im Geldbörsel. Die Eidgenossen liefern nur 28,5 Prozent des BIP an den Staat ab. Zwar müssen die Schweizer in eine privat Pflichtkrankenversicherung einzahlen, insgesamt bleibt ihnen aber im Schnitt immer noch mehr Geld zur freien Verfügung. Das hat offenbar sowohl die Menschen dazu animiert ihr Geld wieder auszugeben und die niedrigen Steuern auf Arbeit und Unternehmensgewinne dürften für zahlreiche ausländische Firmen ein Grund gewesen sein, ihr Unternehmen in das Alpenland verlegen oder auszubauen. Die Folge: Das Bruttoinlandsprodukt ist in der Schweiz seit dem Jahr 2000 um rund 403 Milliarden Euro auf 659,3 Milliarden Euro gestiegen. In Österreich legte das BIP in der selben Zeit um nur 92,2 Milliarden Euro zu und betrug 2011 (das sind die jüngsten Zahlen) 300,6 Milliarden Euro.