CEE-Steuertipp 7: Slowakei - ab 1.1. 2013 läuft alles elektronisch

Ab dem kommenden Jahr müssen Einreichungen (z.B. Steuererklärungen) bei den slowakischen Zoll- und Steuerbehörden elektronisch vorgenommen werden. Die Experten von TPA Horwath geben einen Überblick zu diesen und anderen Neuerungen in der slowakischen Steuergesetzgebung.

CEE-Steuertipp 7: Slowakei - ab 1.1. 2013 läuft alles elektronisch

Die Änderungen in der Slowakei im Detail:

1.Neues Steuerverfahrensgesetz

Mit 1. Jänner 2012 tritt das neue Verfahrensrecht im Steuerbereich (nachfolgend als „neues Steuerverfahrensrecht“ bezeichnet) in Kraft.

Elektronische Einreichung

Das neue Steuerverfahrensrecht führt zum 1. Jänner 2013 (ursprünglich 1. April 2012) die Verpflichtung ein, Einreichungen (zB Steuererklärungen) an Steuer- und Zollbehörden nur noch auf elektronischem Wege vorzunehmen, und zwar mittels gesicherter elektronischer Unterschrift, oder anhand einer schriftlichen Vereinbarung mit dem Finanzamt über die elektronische Einreichung ohne gesicherte elektronische Unterschrift.

Änderungen bei der Steuervertretung

Wenn sich der Steuerpflichtige vor der Steuerverwaltung durch einen steuerlichen Vertreter vertreten lässt und diesem eine schriftliche Vollmacht erteilt, wird auf eine notariell beglaubigte Unterschrift des Vollmachtgebers auf der Vollmacht verzichtet.

Zusammenlegung der Steuerverwaltung/Finanzverwaltung

Mit Wirkung vom 1. Jänner 2012 wurden die Steuerdirektion und die Zolldirektion in einer Finanzdirektion zusammengefasst. Die Finanzämter als Bestandteil der neuen Finanzverwaltung bleiben unverändert; deren territorialer Geltungsbereich soll auf Regionen geändert werden. Es wird demnach 8 Finanzämter geben.

Außerdem werden 39 Zweigstellen der Finanzämter und 42 Kontaktstellen (als Zweigniederlassungen der Finanzämter) eingerichtet. Das Finanzamt für ausgewählte Steuersubjekte bleibt unverändert in Bratislava bestehen und übt seine Tätigkeit für das gesamte Gebiet der Slowakei aus.

Kennzeichnung bei bargeldlosen Steuerzahlungen

Mit Wirkung vom 1.1.2012 regelt die Verordnung Nr. 378/2011 Slg. des Finanzministeriums die neue Form der Kennzeichnung von Steuerzahlungen.

2. Umsatzsteuergesetz

Neue Strafe

Bei einer unberechtigten frühzeitigen Vorsteuervergütung wird eine Strafe in Höhe von 1,3 % des zu Unrecht erstatteten Vorsteuerbetrages eingeführt.

3. Einkommensteuergesetz

Einreichung von Übersichten zur unselbständigen Arbeit
Es wird die monatliche Einreichung von Übersichten bzgl. Angestelltenverhältnisse eingeführt (derzeit quartalsmäßig).

Steuerliche Abschreibung

Änderung des Abschreibungssystems bei Sachanlagen: Im ersten Abschreibungsjahr erfolgt nur eine anteilige Abschreibung in Abhängigkeit von der Anzahl der Monate ab der Inbetriebnahme (gilt für nach dem 31. Dezember 2011 in Betrieb genommene Vermögensgegenstände).

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