Die lange Schlange vor der Registrierkasse

Die lange Schlange vor der Registrierkasse

KASSE MACHEN, ABER WIE? Viele Unternehmer wissen noch nicht, wie sie die Registrierkassenverordnung richtig umsetzen.

Warum der Gedanke an den 1. Jänner 2016 Tausende Unternehmer zur Verzweiflung bringt: Der aktuelle Zwischenstand zur Registrierkasse und Praxistipps vom Experten.

Dienstag Mistelbach, Mittwoch Oberwart, Donnerstag drei Events in Vorarlberg und am Freitag noch zwei in Zwettl: Das ist nicht der Tourplan von Wanda, das sind Informationsveranstaltungen zur "Registrierkasse". Mit dem Thema ließe sich die Wiener Stadthalle füllen, mehrmals. "Vorige Woche habe ich den 10.000. Teilnehmer begrüßt", sagt Markus Zoglauer, Geschäftsführer der Firma Etron, der wie andere Experten seit Monaten auf Wirtschaftskammer-Roadshow ist und mit anderen Veranstaltungen durchs Land tourt.

Kein Wunder, dass Zehntausende Unternehmer Kammervertreter, Steuerberater und Kassenhersteller bestürmen - schließlich sind von der Verordnung mindestens 200.000 Unternehmer betroffen, die allermeisten davon erstmals.

Womit Zoglauer und seine Kollegen da tagtäglich konfrontiert sind, ist eine große Unsicherheit und Unwissenheit. "Die Leute glauben, sie kaufen irgendeine Kassa, und das war es dann", sagt Zoglauer. "So ist es nicht. Sie brauchen ein System, das auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Die Manipulationssicherung ist noch der leichteste Teil der Übung." Will heißen: Vom Arzt bis zum Zoohändler - bei jeder Berufsgruppe sieht die Herausforderung etwas anders aus. Das macht die Sache extrem kompliziert.

Das Finanzministerium steckt mit seinem aktuellen Entwurf (Erlass zur Einzelaufzeichnungs-, Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht nach der Bundesabgabenordnung (BAO), Barumsatzverordnung (BarUV 2015) und Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV)) die technischen Vorgaben ab und sagt, was die Fiskalkasse können muss. "Wie tauglich das in der Praxis ist, muss im Prinzip für jede Branche erarbeitet werden. Der Eisverkäufer, der 1.000 Kugeln am Tag verkauft, braucht etwas anderes als die Schuhboutique mit 500-Euro-Modellen", sagt Zoglauer. Für den Altwarenhändler ist die Differenzbesteuerung wichtig, für den Textilhändler sind Kleidergrößen von Nutzen und ein Lebensmittelhändler braucht eben auch Gewichtsangaben.

Lesen Sie die ganze Geschichte mit den Tipps im FORMAT Nr. 44/2015
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