Washington: Vier gute Gründe für einen Besuch

UNTERWEGS IM OMAN

Ein Fort an der Küste der Halbinsel Musandam

UNTERWEGS IM OMAN

Ein Denkmal in Maskat, das dem Weihrauch gewidmet ist

Washington ist nicht nur politisches Zentrum. Es hat auch kulturell viel zu bieten. Vier gute Gründe für einen Besuch der amerikanischen Hauptstadt.

Neulich in Washington, D. C. Ich verbrachte den Abend in einer Bar, in der auf großen Flachbildschirmen das erste Fernsehduell zwischen Barack Obama und Mitt Romney aus dem fernen Denver übertragen wurde. Die Stimmung war gelassen, vermutlich weil die meisten Gäste ihre Finger nicht von ihren BlackBerrys und MacBooks nehmen wollten. Alles Blogger und Tweeter.

Am nächsten Morgen sitzen dann die Lobbyisten und Consultants in ihren dunklen Anzügen beim Power Breakfast in Jean-Georges Vongerichtens Restaurant im W Hotel, gleich neben dem Finanzministerium und dem Weißen Haus. An ihrer guten Stimmung ist zu erkennen, dass sie recht zufrieden waren mit dem vortägigen Spektakel. Etwas später, oben auf der Terrasse des Hotels, von der man einen wunderbaren Blick auf den Sitz des Präsidenten hat, kommen die Polit-Blogger, wie jene vom Online-Magazin „Politico“, zusammen. Sie scheinen nicht ganz so zufrieden zu sein.

Das W Hotel ist ein Treffpunkt der Politik- Szene. War es immer schon. Allein wegen seiner Lage mitten im Zentrum der Macht. Bevor es ein W war, hieß es Washington Hotel; damals traf John F. Kennedy in einer Suite seine Gespielinnen, und Richard Nixon schrieb hier an seiner Rücktrittsrede.

Selbstverständlich sind Politik und alles, was dazugehört, die Geschäftsgrundlage von Washington, D. C. Was dabei aber gern übersehen wird, ist die Tatsache, dass die amerikanische Hauptstadt auch eine Metropole mit überwältigendem Kulturangebot ist. Wir haben uns umgesehen. Hier vier Empfehlungen.

1. A walk in the park

„National Mall“ klingt nach Einkaufszentrum. Ist sie aber nicht. Die National Mall ist eine riesige Parkanlage im Zentrum, und rundherum gruppiert sich alles, was wichtig ist. Politische Institutionen wie Kapitol und Weißes Haus, Kultureinrichtungen wie die Museen des Smithsonian, Erinnerungsstätten wie das Lincoln Memorial oder das Vietnam Memorial.

2. Wo die feinen Kerle wohnen

Wenn Sie sehen wollen, wo die Elite der Stadt wohnt, dann müssen Sie nach Georgetown. Georgetown ist wunderbar. Small Town Feeling mit eleganten Townhouses am Rande der Metropole.

3. Ein edler Stifter

Dass Washington eine der weltbesten Museumslandschaften hat, verdankt es einem Engländer namens James Smithson (1765–1829), der nie in seinem Leben amerikanischen Boden betreten hat. Weil er aber einen Gutteil seines Vermögens mit dem Handel mit Amerika gemacht hatte, stiftete er das Smithsonian Institute mit seinen wissenschaftlichen und kulturellen Aufgaben. Heute ist das Smithsonian mit 19 Museen, darunter das Air and Space Museum, die Portrait Gallery und der National Zoo, der größte Museumskomplex der Welt.

4. Black Broadway

Die U Street nannte man einst den Schwarzen Broadway. Hier befanden sich die Restaurants, die Nachtklubs und die Theater, die die schwarze Elite aufsuchte. Dann kam der Niedergang und nun die Renaissance. Eine Landmark ist über all die Jahre geblieben: Ben’s Chili Bowl. Wie man hört, schaut hier auch Präsident Obama gerne vorbei.

Tipps:

Anreise: Am schnellsten geht es nonstop mit Aus- trian Airlines. Geflogen wird täglich (im Winter sechsmal pro Woche). Gerade jetzt gibt es immer wieder interessante Red-Ticket-Angebote (www.austrian.com).

Hotel: Das W Hotel (www.starwoodhotels.com) zeichnet sich nicht nur durch seine Lage unweit des Weißen Hauses aus, es bietet auch sonst vieles: ein tolles Restaurant, das von Jean-Georges Vongerichten betrieben wird, Bliss Spa, fantastische Terrasse samt Bar auf dem Dach mit unvergleichlicher Aussicht.

Leben

Reiseziele: Wo die Österreicher am liebsten Urlaub machen

Leben

Das Ranking der sichersten Fluglinien der Welt

Leben

Reisetipp: Wie man die günstigsten Flüge bucht