Tipps vom Profi: Wie Sie bequem, sicher und entspannt an Ihr Ziel kommen

Tipps vom Profi: Wie Sie bequem, sicher und entspannt an Ihr Ziel kommen

Wo buche ich, wie komme ich zu einem günstigen Zimmer, wer reserviert mir einen Tisch im ausgebuchten Restaurant? FORMAT verrät Ihnen, wie Sie leichter und entspannter an Ihr Reiseziel kommen.

Die Vorbereitung

1. Vergessen Sie die Sache mit Last Minute. Wer früher bucht, reist billiger

Last-Minute-Reisebüros und Portale gibt es interessanterweise immer noch, und es soll auch Leute geben, die sie in Anspruch nehmen. Billiger werden sie so nicht reisen. Längst betreiben Fluglinien, Hotels und Reiseveranstalter ein ausgeklügeltes Yield-Management, mit dem sie die Preise tagesaktuell nach den Spielregeln von Angebot und Nachfrage steuern. Und die Logik dieses Yield-Managements besagt, dass zuerst einmal der Verkauf mit preisgünstigen Angeboten angekurbelt werden muss. Je knapper das Angebot wird, desto höher werden die Preise.

2. Wann soll ich buchen? Alles eine Frage des Algorithmus

Gibt es den besten Zeitpunkt, einen Flug zu buchen? Oder den besten Tag, um zu fliegen? Ja, ermitteln immer wieder Reiseportale und Zeitschriften. So stellte neulich das Portal swoodoo.com fest, dass der beste Tag, um einen Flug zu buchen, der Dienstag sei, dass Dienstag und Mittwoch die besten Tage zum Fliegen sind und dass man im Idealfall seinen Flug drei Wochen vor Abflug bucht. Stimmt nicht, schreibt jetzt hopper.com. Donnerstag sei der ideale Tag zum Buchen und Mittwoch und Donnerstag die besten Tage zum Fliegen. In einem aber sind sich alle einig: Wenn zwischen dem Hin- und dem Rückflug mehr als eine Woche vergeht, dann sind die Tickets in der Regel billiger als bei einem kürzeren Aufenthalt. Tatsächlich ist alles eine Frage des Algorithmus. Und wer mag den schon verstehen?

3. Verlassen Sie sich nicht auf User-generated Content. Vertrauen Sie den Experten!

Internetportale wie TripAdvisor mögen ja gigantisch erfolgreich sein. Zuverlässlich sind sie nicht. Investigative Magazine decken gerne auf, wie viele dieser (positiven) Bewertungen dank professioneller Poster zustande kommen und wie viele (negative) Urteile wohl das Ergebnis eines Frustabbaus des Posters sind. Da vertraut man lieber den Urteilen professioneller Reiseexperten, so wie man sie auf Seiten wie cntraveller.co.uk oder travelandleisure.com findet.

4. Lernen Sie die Sprache der Urlaubskataloge kennen

Wer sich vor unliebsamen Überraschungen schützen will, der sollte die Beschreibungen der Urlaubskataloge entschlüsseln können. Drei Beispiele: "Direkt am Meer“ heißt: wohl am Meer, jedoch fern vom Strand; ein "naturbelassener Strand“ ist ein ungepflegter Strand; "verkehrsgünstige Lage“ bedeutet Lärm und Abgase.

5. Diese Apps machen Ihnen das Reisen leichter

Zehn Apps, die jeder Reisende besitzen sollte: "Yahoo Wetter“ für eine verlässliche Wettervorschau; "Passbook“, um die Flugtickets zu speichern; "FaceTime“, um via Internet kostengünstig mit den Daheimgebliebenen plaudern zu können; die App des Außenministeriums, die sehr brauchbare Informationen enthält; die universell einsetzbare "Travel App Box“, die Währungsrechner, Trinkgeldrechner, Umrechnungstabellen für Kleidergrößen, Maßeinheiten, Wörterbücher und vieles mehr enthält; "iRail“, damit Sie wissen, wann der nächste Zug abfährt; "iMetro“, damit Sie in der Großstadt nicht die Orientierung verlieren; "Skyscanner“ für die günstigsten Flugangebote; "SeatGuru“, damit Sie den besten Sitz im Flugzeug finden; "TripCase“ für Ihre Reiseplanung.

6. Wo erfahre ich, ob mein Flug Verspätung hat?

Die Apps der Airlines sind eine nützliche Sache. Nicht nur, weil man mit ihnen bequem einchecken und die Bordkarte in der "Passbook“-App des Smartphones speichern kann - sie informieren auch verlässlich über Flugzeiten, Verspätungen, Lounges und den Zustand Ihres Meilenkontos.

7. Wo finde ich schicke Hotels im Sonderangebot?

Melden Sie sich bei Hotelvermarktungsgesellschaften wie tablethotels.com, designhotels.com oder quikbook.com an. Hier gibt es immer wieder interessante Sonderangebote, Specials und Auktionen.

8. Lassen Sie sich registrieren: schnell durch Security und Immigration

Flugpersonal und Diplomaten haben es gut: Sie haben ihre eigenen Schalter bei den Sicherheitskontrollen und bei der Einreise. Nun gibt es einige Programme, die auch anderen Reisenden eine bevorzugte Behandlung zukommen lassen. GlobalEntry und Clear zählen zu den bekanntesten. Man lässt sich registrieren, zahlt eine Jahresgebühr und muss nicht lange in der Schlange stehen.

9. Je leichter man reist, desto flexibler ist man unterwegs

Ganz grundsätzlich: Reisen Sie nur mit Handgepäck. Mit ein wenig Übung schafft man es, auch eine ganze Woche aus dem Trolley zu leben. Und wenn mal was schiefgeht: Jedes bessere Hotel hat ein Wäscheservice.

10. Auch St. Barts kann kostengünstig sein. Reisen Sie antizyklisch

Wer sich just einbildet, gerade über die Weihnachtsfeiertage oder über Silvester zum Beispiel auf die karibische Trauminsel St. Barts reisen zu müssen, der darf sich nicht beklagen, dass er gut 1.000 Euro für ein sehr schlichtes Zimmer zahlen wird. Dafür kann er die gesamte New Yorker Modeszene beim Shopping beobachten. Wer hingegen im Sommer in die Karibik fliegt, der wird das gleiche Zimmer um wenige Hundert Euro bekommen. Mag sein, dass dann das Wetter nicht ganz so überzeugend und kein berühmtes Model beim Einkauf zu beobachten ist. Wir können damit leben.

Die Anreise

11. Kein Bett, aber auch keine Holzbank: die neuen Premium-Economy-Klassen

Ihnen ist die Economy-Klasse auf Langstreckenflügen zu eng, zu unbequem und kulinarisch zu dürftig? Und die Business-Klasse mit den flachen Betten, dem Gourmetessen und den hyperaufmerksamen Flugbegleiterinnen ist Ihnen zu teuer? Ihnen kann geholfen werden: Immer mehr Fluglinien setzen auf eine Klasse, die - was Komfort und Preis betrifft - zwischen Economy und Business angesiedelt ist. Air France gehört ebenso dazu wie British Airways oder SAS. Ab Herbst startet auch Lufthansa auf der Langstrecke ihre "Premium Economy Class“. Und wenn’s die Lufthansa macht, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch Tochter Austrian folgt.

12. Sie wollen dennoch in der Business Class sitzen? Dann fliegen Sie mit der AUA

Ein ganz wunderbares Service bietet Austrian Airlines. Da kann man sich auf der Mittel- und der Langstrecke sein Business-Class-Ticket ersteigern. Smart Upgrade nennt sich das. Sie sagen beim Kauf Ihres Economy-Tickets, wie viel Sie bereit sind, für ein Upgrade aufzuzahlen, und 72 Stunden vor Abflug erfahren Sie, ob Sie Glück gehabt haben oder nicht.

13. Halten Sie sich an ein Vielfliegerprogramm

Erfahrene Meilensammler wissen: Nur wer superflexibel ist, kann sich mit seinen Meilen einen Freiflug oder ein Upgrade erkaufen. Und auch die Statusmeilen sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Nur der Gold- oder Platinstatus zählt. Also: volle Konzentration auf ein einziges Vielfliegerprogramm.

14. Inflight Entertainment: Bring your own!

Wie gut, dass es iPads und Laptops gibt. Es mag ja sein, dass die meisten Fluglinien heutzutage selbst in der Economy Class Hunderte Video- und Audiokanäle anbieten - doch in der Regel sind nicht jene Sachen darunter, die man sehen und hören will.

15. Ein Lunchpaket für den Economy-Passagier

Flugzeugessen ist für Economy-Passagiere auch nicht mehr das, was es einmal war. Was also tun, wenn man im Flieger fein speisen will? Bei den beiden großen österreichischen Fluglinien können Passagiere im Voraus spezielle Menüs bestellen, bei Austrian nennt sich das "Do & Co à la carte Menü“, bei Niki "Nikis Gourmetmenü aus dem Hause Demel“.

16. Vergessen Sie nicht: You always get what you pay for

Fliegen Sie niemals Ryanair, easyJet und Co. Niemals.

17. Wählen Sie Ihren Transferflughafen mit Bedacht

Wer von Wien hinaus in die Welt fliegt, der wird an irgendeinem Flughafen umsteigen müssen. Wie angenehm die Reise ist, hängt auch davon ab, wie angenehm dieser Transfer gestaltet ist. Unsere Top-Five-Transferflughäfen: München, Singapur, Hongkong, Tokio, Bangkok.

18. Wie komme ich am bequemsten in die USA?

Wer von Wien aus in die USA reist und keinen Nonstopflug hat, der sollte in Toronto umsteigen. Er kann dort bereits die US-Immigration-Formalitäten erledigen, und das geht wesentlich schneller als in New York oder Washington.

19. So kommen Sie stressfrei vom Flughafen ins Hotel

Man kennt das: Man kommt nach einem Nachtflug an seiner exotischen Destination an und ist zuerst einmal mit aufdringlichen Taxifahrern konfrontiert. Wer unangenehme Erfahrungen vermeiden möchte, der hat sich bereits vor Abflug ein Airport-Pick-up-Service organisiert. Wer mit Austrian Airlines unterwegs ist, kann auf ein sehr brauchbares Angebot zurückgreifen, das sich Red Cab nennt.

Vor Ort

20. An welchem Wochentag sind Hotelzimmer am billigsten?

In der Nacht von Sonntag auf Montag. Die Wochenendurlauber sind abgereist, die Geschäftsreisenden noch nicht angereist.

21. Welches ist das Zimmer, das Sie mir als drittes anbieten würden?

Man kommt im Hotel an, bezieht sein Zimmer, öffnet die Vorhänge - und starrt auf eine Hauswand. Also runter zum Front Desk mit der Bitte um ein anderes Zimmer. Und auch das ist vielleicht nicht zur vollen Zufriedenheit. Und so geht das Spiel weiter. Erfahrene Gäste fragen gleich beim Einchecken: Und welches Zimmer würden Sie mir als drittes anbieten?

22. Jetlag! Alles nur eine Frage der Einstellung

Jeder ehrliche Mediziner wird Ihnen versichern: Jetlag ist zu einem Gutteil auch Einbildung. Wir empfehlen: Sobald Sie in das Flugzeug einsteigen, vergessen Sie sofort die Uhrzeit Ihres Abflugortes und verinnerlichen Sie jene Ihres Zielortes. Und denken Sie nie, nie, nie daran, wie spät es gerade zu Hause ist.

23. Der Concierge empfiehlt - auch wenn Sie nicht in seinem Hotel wohnen

Ein guter Concierge eines guten Hotels weiß immer am besten Rat. Er kennt die besten Adressen, hat beste Kontakte. Nutzen Sie das! Fragen Sie den Concierge eines guten Hotels um Rat, auch wenn Sie nicht in seinem Hotel wohnen. Er wird Ihnen helfen - eine Frage der Concierge-Ehre.

24. Besser und schneller als Auto und Flieger: High Speed Trains

Wer durch Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland oder auch Japan, Korea, China oder Taiwan reist, der ist besser mit High Speed Trains unterwegs als mit irgendeinem anderen Verkehrsmittel. Man sieht viel von der Landschaft, lernt Land und Leute kennen - und schneller und bequemer als mit dem Flugzeug oder dem Auto ist es auch.

25. Mehr als bloß ein Souvenir: die kleinen Fläschchen, die man im Badezimmer findet

Nehmen Sie die kleinen Duschgelfläschchen, mit, die Sie in Ihrem Hotelbadezimmer finden. Sie werden Sie noch brauchen. Vor allem, wenn Sie nur mit Handgepäck unterwegs sind.

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