Reisetipp Madrid – Spaniens Stolz

Wieder verbindet eine Fluglinie Wien mit Madrid. Wenn das kein Grund ist für eine Reise in die aufregende spanische Metropole Madrid.

Reisetipp Madrid – Spaniens Stolz

Neulich in Madrid: Kardinäle und Caballeros blicken einen an. So direkt und so intensiv, dass man gar nicht anders kann, als kräftig zurückzustarren. Ihr Blick ist streng, die Farben sind intensiv, die Inszenierung manieristisch und der Ausdruck expressiv. Die Kardinäle und Caballeros blicken von Buchcover, von Plakaten und iPad-Hüllen. Es sind Gemälde von El Greco, die abgebildet sind, und man wundert sich nicht, dass ihn damals, am Ende des 16. Jahrhunderts, so mancher für einen Irren hielt. 2014 ist das Jahr seines 400. Todestages, und alle Welt, vor allem aber Madrid, wo im Prado die meisten seiner Arbeiten hängen, und das nahe Toledo, wo er all diese Werke geschaffen hat, werden den Jahrestag gebührend feiern.

Und noch etwas fällt einem in diesen Tagen auf, wenn man durch die Buchhandlungen der Stadt streift. Selbstverständlich wird das Jahr 1914, also der Beginn des 1. Weltkrieges, in zahllosen Publikationen behandelt. Noch mehr Beachtung aber erfährt das Jahr 1714. Damals, vor 300 Jahren, ging der Spanische Erbfolgekrieg zu Ende, und damit auch die Bestrebungen der Katalanen, sich - mit Hilfe der österreichischen Habsburger - von Kastilien zu trennen. Angesichts der aktuellen Unabhängigkeitsbestrebungen der Katalanen ein brisantes Thema.

Madrid ist eine ganz wunderbare Stadt. Sie macht es einem vielleicht nicht ganz so leicht, sie ins Herz zu schließen, wie Barcelona - wenn man sich aber auf diese elegante und unterhaltsame Metropole einlässt, dann wird man eine tolle und ereignisreiche Zeit haben.

Hier also vier Beobachtungen und einige Empfehlungen:

1. Das Restaurant der Stunde: Diverxo

Wen immer man nach einem außergewöhnlichen Restaurant oder nach dem Küchenchef der Stunde fragt, der antwortet: "Fahr hinaus zu David Muñoz und seinem Restaurant Diverxo.“ Die Gegend, in der sich das Lokal (diverxo.com) befindet, ist nicht übertrieben einladend; es befindet sich in einem wenig ansprechenden Viertel namens Tetuán. Was David Muñoz macht, ist konzeptionelle Kochkunst. Da kommt dann zusammen, was eigentlich gar nicht zusammenkommen dürfte. Und es funktioniert. So gut, dass sogar die - eher konservativen - Tester des Guide Michelin dem Restaurant die höchste Auszeichnung, nämlich drei Sterne, zukommen haben lassen, als einzigem Restaurant in Madrid. David Muñoz ist ein schräger Vogel: Irokesen-Frisur, eindrucksvolles Piercing. Auch das Lokal ist originell: An der Wand kleben schwarze Schmetterlinge, auf den Tischen stehen kleine Flugschwein-Skulpturen. Wer hier einen Tisch fürs Abendessen bekommen will, braucht gute Vorausplanung. Wie man hört, muss man auf einen freien Tisch bis September warten.

2. Der Maler des Jahres, El Greco

Dass in diesem Jahr alles im Zeichen El Grecos steht, habe ich bereits erwähnt. Mit großer Spannung wird die Ausstellung "El Greco y la pintura moderna“ erwartet, die der Prado ab dem 24. Juni zeigt. Bis dahin kann dort eine kleine, feine, sehr aufschlussreiche Schau besucht werden: "La biblioteca del Greco“. Ein Ausflug ins nahe Toledo ist immer eine Empfehlung; vor allem in diesem Jahr. Mit dem Zug ist man von der Bahnstation Atocha in etwa einer halben Stunden dort. In Toledo hat El Greco einen Großteil seines Lebens verbracht und vor vierhundert Jahren gestorben. Aus diesem Anlass gibt es nicht nur einige Ausstellungen, selbstverständlich sind seine Werke in der einen oder anderen Kirche zu bewundern. Etwa im Kloster Santo Domingo el Antiguo oder in der Kirche Santo Tomé ( elgreco2014.com ).

3. Ein Kulturquartier für die Gegenwart: Matadero Madrid

Was man aus einem ehemaligen Schlachthofgelände machen kann, wenn man ein wenig Mut und Zuversicht hat, zeigten die Madrilenen: nämlich ein sehr vitales, erfolgreiches und innovatives Kulturquartier. Im Matadero Madrid (mataderomadrid.org) finden sich Ausstellungshallen, Kinos, Theaterbühnen, eine Musikakademie, die von Red Bull gesponsert wird, Cafés und Restaurants.

4. Eine Bar für die Ewigkeit: Museo Chicote

Das ist eine fixe nächtliche Anlaufstelle, wann immer ich in Madrid bin: die legendäre Bar, die 1931 von einem Barkeeper namens Chicote an der Gran Vía eröffnet wurde und in der schon Ernest Hemingway, Ava Gardner, Pedro Almodóvar und viele andere berühmte Nachtschwärmer ihre Zeit verbracht haben. Da habe ich gerade noch gefehlt. Ich trinke den Signature Cocktail des Hauses, den "Chicote“: Gin, süßer Wermut, Curaçao und Grand Marnier.

5. Fünf oder sechs Dinge, die man unbedingt gesehen haben sollte

Den Paseo del Prado mit Prado, Museo Thyssen-Bornemisza, CaixaForum und Museo Reina Sofía, die Gran Vía mit ihrem Großstadtflair, den Parque del Buen Retiro, das Altstadtviertel Los Austrias mit der Plaza Mayor, die Szeneviertel La Latina, Malasaña, Lavapiés und Chueca und das elegante Salamanca mit dem Einkaufsboulevard Calle Serrano. Und ein Ausflug zum Escorial geht sich vielleicht auch noch aus.

Flug: FlyNiki fliegt fünfmal pro Woche (Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag) von Wien nach Madrid. Tickets für den Hin- und Rückflug gibt es ab 199 Euro unter flyniki.com

Hoteltipp: Im feinen Stadtteil Salamanca befindet sich das sehr empfehlenswerte Hotel Unico Madrid, das zur Gruppe der Design Hotels gehört ( designhotels.com ). Es ist in einem Palais aus dem 19. Jahrhundert untergebracht, die Innenausstattung ist elegant-modern. Zum Hotel gehört das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant Ramon Freixa mit seiner außergewöhnlich-innovativen Küche.

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