Große Preisunterschiede bei Mietwägen in europäischen Ländern

Sizilien ist das Urlaubsland mit den größten Preisunterschieden bei Mietautos und zudem ein teures Pflaster, um ein Auto zu mieten.

Sizilien ist das Urlaubsland mit den größten Preisunterschieden bei Mietautos und zudem ein teures Pflaster, um ein Auto zu mieten.

In welchen europäischen Urlaubsländern die Preisunterschiede am größten sind und in welchem Mietautos im Schnitt billig sind.

Jedes Jahr wiederholt sich die Geschichte aufs Neue. Die Preise von Mietautos differieren erheblich. Dem entsprechend bleibt auch der Satz gültig: Es lohnt sich zu vergleichen, wenn man im Urlaub ein Auto mietet.

Sizilien: Land der größten Differenzen

Die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich hat nun die Angebote verglichen. Die größte Spanne fand die AK auf Sizilien, mit Preisen von 234 bis 475,79 Euro pro Woche für die günstigste Autokategorie.

Griechenland, Spanien, Türkei, Portugal und Zypern im Visier

Die Konsumentenschützer verglichen die Offerte für einen Mietwagen in elf beliebten Urlaubszielen - Korfu, Rhodos, Kos, Ibiza, Gran Canaria, Mallorca, Malta, Lissabon, Sizilien, Antalya und Zypern - bei sechs Verleihern. Erhoben wurden die Preise für die günstigste verfügbare Autokategorie in der ersten Augustwoche inklusive aller Steuern. Unlimitierte Kilometer, eine Vollkasko- und eine Diebstahlversicherung mussten dabei sein.

Geringe Unterschiede in Griechenland, aber teuer

Der Unterschied zwischen teuerstem und billigsten Angebot hielt sich auf den griechischen Inseln mit 315, 303,80 bzw. 294,28 bis 352 Euro im Rahmen. Bei Preisen von mindestens über 300 Euro sind die Mietwagen dort aber, auch gemessen an der wirtschaftlichen Leistung des Landes, hoch.

Balearen: Mieten zum Schnäppchenpreis

Auf Gran Canaria betrug das billigste Offert 129 Euro, das teuerste 180 Euro. In Malta lag die Preisrange zwischen 229,98 und 268,91 Euro.

Achtung auf Mallorca

Auf Mallorca gab es einen Fiat Panda um 220 Euro, aber auch einen Ford Ka um 389,98 Euro. Vergleichen lohnt sich aufgrund der hohen Preisspanne aber dennoch.

Türkei: Moderate Preise

In Antalya reichte die Spanne von 218,74 bis 337,17 Euro. Günstiger gibt es ein kleines Leihauto auf Zypern, aber immerhin mit Preisen von 162 für einen Suzuki Alto bis 209,33 Euro für einen Kia Picanto.

Saftige Preise in Ibizia und Lissabon

Auf Ibiza schlagen zwischen 358 und 461,97 Euro zu Buche. Als teuerstes Pflaster - für Leihwagenfahrer - stellte sich Lissabon heraus, mit Preisen von 406 bis 632,07 Euro. Die günstigsten Anbieter im Test waren die Autovermieter Budget und Sunny Cars.

Was vor Antritt der Fahrt ratsam ist:

Die Konsumentenschützer raten, vor Fahrtantritt den technischen Zustand des Autos zu überprüfen und bei einem Rundgang auf abgefahrene Reifen, defekte Lichter, Blech- oder Lackschäden zu achten. Dabei sollten selbst kleine Kratzer und Mängel schriftlich bestätigt und dokumentiert werden. Ein vollgetankter Wagen sollte auch mit gefülltem Tank retourniert werden, da vom Anbieter durchaus ein zwei- bis dreimal höherer Preis für das Auftanken verlangt wird als an einer Tankstelle.

Der Mietvertrag soll unbedingt schriftlich in einer für den Mieter geläufigen Sprache verlangt werden, betont die AK. Wichtig sind eventuelle Altersbeschränkungen und zu klären, wer mit dem Wagen fahren darf. Es empfiehlt sich, auf die Versicherungsleistungen zu achten und gegebenenfalls eine zusätzliche abzuschließen sowie zu erfragen, was im Fall einer Panne, eines Unfalls oder eines Diebstahls zu tun ist und die gesetzlichen Mitführpflichten zu beachten. Zum Beispiel sind Warnweste und Pannendreieck in Spanien zwar Pflicht, stehen aber nicht automatisch bei allen Wagenvermietern zur Verfügung.

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