Indian Summer: Die schönste Reisezeit in den USA

Wenn im Herbst das Laub von Ahornbäumen, Birken und Espen in Rot-Orange, Gold-Gelb und Scharlachrot die Wälder in einen riesigen Farbteppich verwandeln, dann kommen Besucher in Scharen nach Neuengland, um ein einmaliges Schauspiel zu erleben: den "Indian Summer" – eines der atemberaubendsten Naturspektakel, das die USA zu bieten haben.

Indian Summer: Die schönste Reisezeit in den USA

Jedes Jahr passiert etwas unglaublich Schönes in den USA. Von Anfang September bis Mitte Novemeber verwandeln sich die Wälder an der Nordküste der USA in eine wundervolle, fast märchenhafte Landschaft. Zu dieser Jahreszeit zeigen sich die Laubwälder von ihrer schönsten Seite – ein beeindruckendes Farbenspiel der Wälder beginnt – und es wimmelt dort nur so von "Leaf Peepern", den sogenannten Laubtouristen, die die bunte Farbenpracht bewundern wollen.

800 Baumarten sind einzigartig

Dieses Phänomen ist nirgends woanders so intensiv zu beobachten wie in den USA. Die Verfärbung der Laubblätter ist jedoch in jedem amerikanischen Bundesstaat unterschiedlich stark ausgeprägt. Weil hier über 800 Baumarten zuhause sind, ist die auf amerikanisch als "Foliage" bezeichnete Laubverfärbung nur auf diesem Fleckchen Erde so eindringlich zu beobachten. Ganz Westeuropa kann mit seinen 51 Baumarten bei dieser Pracht einfach nicht mithalten.

Generell beginnt die Verfärbung zunächst im Norden. Besonders entlang der Küste der Neuengland-Staaten kann man den Indian Summer gespannt verfolgen. Neuengland, Maine, New Hampshire und Vermont, verzaubert der Herbst schon ab Mitte September mit seinen bunten Farben. Entsprechend der Wetterlage wandert das Naturschauspiel dann südwärts: Anfang Oktober erreicht es die geografische Mitte der drei nördlichsten Staaten. Bis Ende Oktober schließt sich der Reigen in Connecticut, Massachusetts und Rhode Island und bietet dort den Höhepunkt. In den Gebirgslagen in Alaska und Kanada ist das Schauspiel allerdings bereits, aufgrund der früher einsetzenden Kälte, im August zu sehen.

Eigene Homepage für Laubtouristen informiert über die prognostizierte Abfolge der Verfärbung

Auf der Seite des Energy und Umweltdepartment-Schutz von Connecticut ist genau die Abfolge des Indian Summers vermerkt. Demnach startet er moderat am 20. September und erreicht seinen Höhepunkt zwischen dem 3. und 9. Oktober. Die Nachsaison dauert bis 15. November. Damit Naturfreunde keines dieser Farbspektakel verpassen, wurde eine eigene "Foliage-Info"-Telefonhotline eingerichtet.

Die Intensität der Laubfärbung hat verschiedene Ursachen. Sie hängt ab vom Regen, dem Zuckergehalt der Blätter und der Anzahl der Tagesstunden. Chemisch betrachtet kommt die Laubverfärbung durch eine Ausbleichung des Blattfarbstoffes Chlorophylls und zutage tretenden chemische Stoffe zustande.

Ausgangspunkt Boston

Viele Europäer wählen Boston, die größte Stadt in Neuengland und Hauptstadt des Bundesstaates Massachusetts, als Tor zum spektakulären Indian Summer. Das erste Etappenziel liegt etwas weiter nördlich in der Gebirgsgegend White Mountains im nördlichen Teil des Bundesstaates New Hampshire und in Maine.

Der Bundesstaat Maine zählt dabei zu den vorrangigen Urlaubsstaaten, wenn es um den Indian Summer geht. Alleine 32 State Parks mit überwältigenden Landschaften sowie diverse Waldgebiete, beispielsweise um den Mount Katahdin, laden zu Wander-, Trecking- oder Mountainbike-Touren ein. 160 Kilometer Wanderwege warten im Baxter State Park, der für mögliche Begegnungen mit Elchen und Bären sowie für perfekte Bedingungen zum Kajakfahren und Angeln bekannt ist.

Routentipp: Panoramastraße in Maine

Ein Routen-Tipp ist die "Staatsstraße 11" von Portage bis Fort Kent, die sogenannte Panoramastrasse. Zur Traumstrecke mit dem Auto durch Maine zählt auch eine Fahrt an der "Staatstraße 15" weiter südlich. Die Aussicht von weiter oben, etwa vom Little und Big Squaw Mountain ist überwältigend. Für den Westen von Maine ist ungefähr die erste Oktoberwoche der ideale Reisezeitpunkt: Dann wird's so richtig schön bunt und die Verfärbung erreicht ihren Höhepunkt. Dort bietet die "Interstate 17" wunderbare Möglichkeiten für grandiose Ausblicke etwa auf die Mahoosuc Mountains und die Presidential Range, ein Bergrücken in den White Mountains, deren Gipfel nach berühmten Amerikanern, meist US-Präsidenten benannt sind.

Eine nützliche Seite dazu ist http://www.visitmaine.com/

Geheimtipp Vermont

Doch bei so vielen Regionen, wo sich das Laub so schön verfärbt, hat man die Qual der Wahl. Für viele besitzt der US-Bundesstaat Vermont die größte Farbenvielfalt, da eine Mischung aus diversen Laubbäumen den Wald regelrecht erglühen lässt. Der Green Mountain National Forrest im Mittelgebirge und der Berg Mount Mansfield 16 Kilometer von Burlington sind beliebte Ziele, da neben der schönen Natur dort das Wetter auch besonders mild ist.

New Hampshire mit unzähligen Wasserfällen und 320.000 Hektar Wald

Mindestens genauso schön ist aber der Gebirgszug White Mountain National Forrest in New Hampshire mit seinen tiefen U-förmigen Tälern, unzähligen Wasserfällen und 320.000 Hektar Nationalforst. Während sich im Bundesstaat Rhode Island vor allem die Region um die Kleinstadt Kingston für eine Indian-Summer-Reise eignet, zieht in Connecticut der Litchfield Mountains State Park die Touristen an.

Ein ganz besonderes Highlight des Indian Summer ist die Fahrt mit der Dampfeisenbahn "Valley Railroad" von Essex nach Chester und der Rückreise via Dampfschiff über den Connecticut River. Spektakulär gestaltet sich daneben eine Wanderung auf dem Appalachian Trail, der Neuengland durchquert und mit 3.500 Kilometern der längste Fernwanderweg der Welt ist.

Die Routenvorschläge sind allesamt auf der Homepage
http://www.neuenglandusa.de/jahreszeiten/herbst/indian-summer-landkarten/ angegeben. Dazu zählt die New Hampshires Panoramastraßen, die Maine: Ahorn- und Bergtouren, Routenvorschläge für Massachusetts und Rhode Island. Auf der Homepage finden sich auch andere nützliche Tipps für Urlaubsreisende.

Kleine Orte, wie zu Zeiten der Pilgerväter

Wer einen "Foliage Trip" unternimmt, sollte sich ausreichend Zeit nehmen, denn es gilt nicht nur das Laub zu bewundern, sondern die vielen kleinen, zum Teil historischen Neuengland Orte, die man am Weg findet. Manche Orte scheinen noch aus der Zeit der Pilgerväter, wie die ersten englischen Siedler in Neuengland bezeichnet werden, zu stammen. Adrette kleine Häuser, die liebevoll bis ins Detail gestaltet wurden, Gärten mit ganz eigenwilligem Charme, pittoreske Läden, originell dekorierte Restaurants, einladend vollgestellte Antiquitätenläden, die malerische Küste und das grüne Hinterland geben dieser Tour ihren besonderen Reiz.

In Bretton Woods in den White Mountains etwa, gibt es ein Kleinod: das Mount Washington Hotel. Vor etwa hundert Jahren war das Grandhotel das Ziel der feinen Gesellschaft aus New York oder Philadelphia. Über die "Interstate I-93" sind die Berge aus felsigem Granit um Franconia, Bretton Woods und Jackson schnell zu erreichen. Um individuell entscheiden zu können, wohin man fährt und wann wo wie lange ein Stopp eingelegt wird, empfiehlt sich bei einer Reise durch die Indian Summer-Gebiete ein Mietwagen.

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